Hyperrealität ist das Abbild von etwas, dass es in der Realität nicht gibt. Sozusagen ein Simulacrum, also ein Konzept produktiver Phantasie – wenn man es positiv betrachtet. Der Kurzfilm Nuit Blanche thematisiert genau diese Form von modifizierter Realität, um uns im Film-Noir-Stil und in Superzeitlupe die Überhöhung eines bestimmten Moment vorzuführen. Grandios in Szene gesetzt, sehr gefühlvoll und ein optischer Augenschmaus.

Nuit Blanche from Spy Films on Vimeo.

Quelle: Kueperpunk

Ich hab ja schon einige Hitchcock-Filme gesehen und dessen berühmten Cameo-Auftritt auch in allen Fällen erkannt. Hitchcocks Filmographie ist allerdings derart umfangreich, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis ich damit durch bin. Und alle Filme will ich mir dann auch nicht anschauen. Die Cameos finde ich dennoch sehr interessant, denn die sind zuweilen sehr kreativ umgesetzt. Daher: Anschauen und lernen!

Quelle: merelythinking.net

Eine Ansammlung an erstklassigen Schauspielern wie George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges und Kevin Spacey klingt vielversprechend, denn die vier Hollywood-Stars sind in der Regel für ein gutes Händchen in ihrer Rollenauswahl bekannt. Regisseur Grant Heslov – semi-prominenter Schauspieler aus Good Night And Good Luck, Staatsfeind Nr. 1, True Lies oder Dante’s Peak – hat für sein Regiedebüt auch gleich mal den eben genannten Freundes- und Bekanntenkreis gecastet. Die Kombination aus Starpower, einem irrwitzigen Titel, einem ebensolchen Drehbuch und einem Filmplakat, welches auch für einen Coen-Film hätte Pate stehen können, garantiert einen nahezu sicheren Kassenerfolg und lässt auf einen potentielle Kultcharakter hoffen.

Männer die auf Ziegen starren beginnt als paramilitärische und parapsychologische Satire mit reichlich Hippie-Touch. Der Film lebt dabei in erster Linie von seinem originellen Drehbuch und den skurrilen Charakteren. Allen voran George Clooney und Jeff Bridges, wobei letztgenannter eine militärische Interpretation seiner Rolle als Dude aus The Big Lebowski zum Besten geben darf. Ewan McGregor bleibt da nur die Rolle des Sidekicks. Die erfüllt er zwar äußerst gewitzt, muss jedoch meist hinter Clooneys exponierter Darstellung ins zweite Glied zurückweichen. Das Zusammenspiel der beiden Hauptprotagonisten (Clooney und McGregor) ist dennoch das Highlight des Films.

Zwei interessante Artikel möchte ich in aller Kürze unseren Lesern ans Herz legen. Zum einen Stanley Kubrick – Die Verklärung ein Artikel der Zeit über die nie Realität gewordene Napoleon-Verfilmung Kubricks. Zum anderen Your Military Science Fiction Isn’t Really Military Science Fiction ein lesenswerter Rant über militärische Science-Fiction Szenarien und warum diese bislang sehr viel Potential ungenutzt lassen.

Gelobet sei Tesla!

Beitrag von chrisch 4 - März - 20101 Kommentar

Wenn man lange genug in den Gefilden der elektronischen Popkultur unterwegs ist, wird man unweigerlich auf Referenzen zu Nikola Tesla und seinen Erfindungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik stoßen. Entweder in nüchterner Form durch Recherche, woher eigentlich diese selstame Größeneinheit in der Physik stammt, durch Steampunk-Literatur und möglicherweise ergänzende wissenschaftliche Artikel, oder auch einfach nur durch Videospiele – und wer die Untoten kennt, kann sich die wahrscheinlichste Option denken…

Selbstverfreilich sah unsere erste Begebnung mit Tesla’s verfremdeter Hinterlassenschaft so aus:

Die hab ich mir ganz anders vorgestellt!

Beitrag von chrisch 28 - Februar - 20102 Kommentare

Wir finden ja nach wie vor, dass Synchronsprechern allgemein zu wenig Ehre gezollt wird. Zumindest in Deutschland oder anderen Ländern mit eigener Hollywood-Synchronisationsbranche machen sie einen wichtigen Teil der Wirkung aus, die ein Schauspieler im Film hat. Stellt euch mal den Bruce ohne seinen Leibsprecher Manfred Lehmann vor oder Eddie Murphy ohne den mittlerweile leider verstorbenen Randolf Kronberg. Und Regina Lemnitz als Sprecherin von Whoopie Goldberg erkennt ihr auch sofort wieder, wenn ihr sie irgendwo anders hört.

Das sage doch mal einer, Lego wäre nur was für Kinder. Der CubeStormer ist eine Fan-Konstruktion aus der Lego Mindstorm Reihe und schafft es tatsächlich den altbekannten Rubik-Würfel in 12 Sekunden zu lösen. Und für all die Skeptiker unter uns gibt’s dann natürlich auch das passende Beweisvideo. Nice!

Quelle: aptgetupdate

Ich habe ja schon viele Kurfilme gesehen und auch wenn deren Qualität sehr stark schwankend ist, gibt es darunter immer wieder richtige Perlen zu finden. Manche bestechen durch ihre besondere Art der Inszenierung, ihre Atmosphäre oder eben ihre Botschaft. Die Conny und ihr Pony gehört mit Sicherheit zur Kategorie der außergewöhnlichen Kurzfilme. Wer allerdings ernsthaft nach dem Sinn darin sucht, der wird wahrscheinlich gnadenlos scheitern. Sieht man sich allerdings mit einer gehörigen Portion Albernheit ausgestattet, wird man sich irgendwann im Laufe des Films vor Lachen kreischend unter dem Tisch wiederfinden. Ging zumindest mir so.

Der Conny ihr Pony from robert pohle on Vimeo.

Filmkritik: Sherlock Holmes

Beitrag von phil 17 - Februar - 20103 Kommentare

Guy Ritchie hat im Laufe seiner Karriere als Filmregisseur genau zwei Film gedreht. Auf der einen Seite der von Zuschauern und Kritikern als indiskutabel bezeichnete Madonna-Film Stürmische Liebe – Swept Away und auf der anderen Seite eine als Kultfilm titulierte Thriller-Komödie im Gangstermilieu mit dem Namen Bube, Dame, König GrAs. Alle nachfolgenden Filme (Snatch – Schweine und Diamanten, Revolver, Rock N Rolla) folgen letztlich der gleichen Erzählstrukur und bieten lediglich Varianten des Konzepts von Bube, Dame, König, GrAs. Bezeichnend für diese Filme ist ein Übermaß an möglichst skurrilen Charakteren und Ideen, kombiniert mit brititschem Rüpel-Charme und Hau-Drauf-Brutalität. Guy Ritchie vermittelt ein fatalistisches Weltbild und trifft mit dieser Kombination punktgenau den Nerv vieler Kritiker und vor allem den des Publikums. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Ritchie sich außerhalb seiner eigens geschaffenen Genre-Grenzen erstmal beweisen muss. Mit Sherlock Holmes hat er erstmals die Möglichkeit dazu.

Sherlock Holmes ist den meisten Kinozuschauern ein Begriff, doch ein wirklich tiefgreifendes Bild der komplexen Romanfigur von Sir Arthur Conan Doyle fehlt dem Großteil des Publikums, liegt doch die letzte bekannte Kino- oder Serien-Adaption schon viele Jahre zurück. Sherlock Holmes ist für viele nur noch eine Popfigur. Als einziges bekanntes Merkmal bleibt der analytische Scharfsinn im Gedächtnis. Auf diese Weise kann Ritchie die Roman-Vorlage und vor allem den Charakter seiner Protagonisten nach belieben an die heutige Zeit und vor allem seinen persönlichen Stil anpassen.

Ja, das gab’s tatsächlich. Mit Cinderella 2000 präsentierte man den damaligen SciFi-Nerds das passende Softcore-Musical im entsprechenden Space-Opera-Setting. Das Ergebnis – diese Schlussfolgerung lässt der Trailer definitiv zu – ist ein B-Movie allererster Güteklasse: Billige Effekte, schlechte Schauspieler… und das alles im stilechten 70er Jahre Look. Geek-Herz was willst du mehr?!

Quelle: io9

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