Filmkritik – Der Sohn von Rambow

Beitrag von phil 28 - August - 2008

Vor einigen Tagen hatten wir an dieser Stelle einen Trailer zum Film “Son of Rambow” gezeigt und ihn als Geheimtipp deklariert. Die Untoten konnten sich in dieser Woche bereits ein genaueres Bild von dem Film machen, weswegen es mal wieder Zeit für eine kleine Filmkritik wird. Was ist also dran an diesem “Geheimtipp”? Sind die guten Kritiken, die man allerorts zu hören bekommt berechtigt und hält der Film, was der lustige Trailer verspricht?

sonoframbowposter1.jpgUm es kurz zu machen: “Son of Rambow” beginnt als großer Spass und endet als mittelschweres Ärgernis. Da fragt man sich, ob die lieben Kritiker den Film überhaupt zu Ende geschaut haben oder ob das Fazit ihrer Reviews bereits nach 15 Minuten des Films feststand.

Die Story beginnt nicht originell aber durchaus witzig: Der kleine “Bla” (den Namen haben wir vergessen und sind zu faul zum googlen) hat keinen Vater mehr und der Rest seiner Familie ist Teil einer erzkonservativen religiösen Minderheit. Manche mögen auch Sekte dazu sagen. Vielleicht sollten wir im Vorfeld auch noch darauf aufmerksam machen, dass der Film in den 80ern spielt. Wie auch immer. Auf jeden Fall darf der arme “Bla” keine Filme schauen und verhält sich aufgrund seiner Erziehung verständlicherweise ziemlich naiv. Durch einen Zufall lernt er den Rüpel Lee Carter (oder so ähnlich – auf jeden Fall irgendwas mit Lee) kennen, der Bla’s Naivität ausnutzen möchte und ihn als Stuntman für diverse Kamerashots missbraucht. Lee Carter will nämlich einen kleinen Film drehen und damit an einem Filmwettbewerb teilnehmen. Durch einen weiteren Zufall sieht der kleine “Bla” eine abgefilmte Version von Rambo auf Video (ja, auch damals gab es Raubkopien) und dreht ab diesem Zeitpunkt vollkommen am Rad. Das ist am Anfang auch noch ganz witzig, denn die Stunteinlagen sind echt komisch (und teilweise auch im Trailer zu sehen). Vor allem, wenn dieser kleine Spargeltarzan mit grimmigem Gesicht in die Kamera schreit, dass er der Sohn von Rambow sei. Später wird er sich dann erfolgreich gegen seine Mutter und die Religion erheben, kurzzeitig zum coolen Star der Schule und zeigt leichte Ansätze von Selbstüberschätzung. …Was Filme aus Kindern machen können… *tststs*

Im weiteren Verlauf entpuppt sich der durchaus amüsante Ansatz von Filmsequenzen-nachspielen, 80er Jahre Anspielungen und der Knuddeligkeit des Hauptdarstellers allerdings als fader Rohrkrepierer. Da gibt es auf der einen Seite Storylines ohne Sinn (z.B. alles mit diesem blöden Franzosen) und auf der anderen Seite solche, die nicht konsequent genug ausgebaut wurden (z.B. der Konflikt mit der Mutter und der religiösen Gemeinschaft). Einzig die Beziehung des Jungen zu Lee Carter weiß hier zu gefallen. In der Folge kommen allerdings die bereits genannten guten Ansätze leider zu kurz.

Fazit: Auch wenn der Anfang des Films wirklich zu gefallen weiß und in der Folge durchaus der eine oder andere Gag gelungen ist, so reicht der Rest des Films mit seiner unausgegorenen Handlung und seinem mangelnden Spannungsbogen für nicht mehr als
Rating: ★★½☆☆

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