Nach Band #2 folgt natürlich Band #3, der mit 192 Seiten die bisher längste Geschichte über Fabletown und seine Bewohner darstellt. Wie bei den Artikeln/Reviews über die ersten beiden Bände gilt auch hier: Wer die vorangengangenen Geschichten noch nicht gelesen hat, der sollte diesen Artikel nicht zu weit lesen, da wir unter Umständen, die eine oder andere Handlungspassage wieder aufgreifen werden und wir wollen doch niemandem die Spannung bzw. den Spass nehmen.
“Märchenhafte Liebschaften” beginnt mit einer Geschichte zur Zeit der Sezessionskriege. Sprich: Dem amerikanischen Bürgerkrieg. Diese Geschichte handelt von Jack Horner – wir erinnern uns: das war der mit den Bohnenranken – der sich zu der damligen Zeit als Betrüger und Gauner mehr recht als schlecht durchs Leben geschlagen hat und in der Geschichte auch noch den Tod auszutricksen versteht. Zum Glück ist das Märchen relativ kurz und damit schnell vorbei, denn irgendwie wirkt sie ohne Zusammenhang zu den restlichen Handlungen aus der Welt der Fables und ist damit recht langweilig. Bisher der erste Schwachpunkt der gesamten Reihe. Zum Glück erreicht der nachfolgende Handlungsstrang wieder das gewohnte Niveau und kann es vielleicht sogar noch steigern…
Weiter geht es auf jeden mit den Geschehnissen in der Gegenwart, wo ein übereifriger Journalist – die Fables nennen gewöhnliche Menschen “Normalos” – den Märchengestalten auf die Spur gekommen ist und sie fälschlicherweise für Vampire hält. Dumm nur, dass er versucht, sie zu erpressen. Neben diesem Problem, welches die “Maskerade” der Fables akut bedroht, gehen die Intrigen einiger Bewohner von Fabletown weiter. Die Machtverhältnisse werden dabei kräftig durcheinandergewirbelt. Und dann ist da ja immer noch die gesuchte Revoluzzerin Goldilocks (die mit den drei Bären), die Bigby und Snow White weiterhin nach dem Leben trachtet…
In “Märchenhafte Liebschaften” werden einige neue Charaktere eingeführt (z.B. die Mäusepolizei), während andere sehr gut ausgebaut und weiterentwickelt werden. Dabei werden natürlich weiterhin munter diverse Märchenklischees bedient, während an mancher Stelle allerdings auch bewusst mit ihnen gebrochen wird. Das führt in der Folge dazu, dass der rote Faden, der sich durch alle Geschichten durch zieht kontinuierlich, stimmig und spannend fortgeführt wird.
Den Abschluss dieses Bandes bildet wiederum eine einzelne Geschichte, über die geschichtlichen Hintergründe einiger Fables. Im Gegensatz zur einleitenden Erzählung mit Jack macht diese jedoch weitaus mehr Sinn und verleiht so dem ganzen noch ewas mehr Tiefgang. Einziges Manko dieses Abschlusses: Die Zeichnungen lassen im Vergleich zum Rest am Ende merklich nach und brechen mit der bisherigen Zeichenstil. Da es sich allerdings um einen abgeschlossenen Handlungsstrang handelt, ist das in diesem Fall zu verschmerzen.
Fazit: Fables macht mit jedem Band mehr Spass, wobei es sich allerdings nicht lohnt mittendrin einzusteigen. Man sollte schon von Band 1 an dabei sein und es auch bleiben. Ein echtes Highlight in der Welt der Comics. Und auch wenn die erste Geschichte diesmal merklich hinter dem Rest zurückstehen musst sagen wir auch diesmal
Rating: 




Ich sehe, hier schreibt ein FABLES Fan.
Ist nicht schlecht das Comic.
Interessanter Blog.
Beste Grüße
Millus