Advent, Advent, ein Alien brennt

Beitrag von chrisch 28 - September - 2008

Wie bereits angekündigt beleuchten wir hier einen zweiten Titel, der vom Publisher Majesco um 2005/2006 veröffentlicht wurde (der erste Titel war Psychonauts – wir erinnern uns). Dieses Mal nehmen wir Advent Rising unter die Lupe.

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Vorab wollen wir schnell erwähnen, dass wir uns nur die PC-Version angeschaut haben. Die vorausgegangene XBox-Version war nämlich den Berichten zufolge dermaßen verbugt, dass sie den Titel schnell zum Ladenhüter machte. Auf der Verpackung ist sogar noch der wehmütige Satz zu lesen, es handele sich um den ersten Teil einer Trilogie, die wohl vom heutigen Standpunkt aus gesehen niemals kommen wird.

Worum geht’s also? Um eine klassische Space Opera mit vielen, vielen Lasergefechten, extensiven Superkräften und Hollywood-Zwischensequenzen – und den dazu passenden Schmalspur-Dialogen. Das gesamte Spiel ist eine perfekte Inszenierung genretypischer Klischees. Wer damit kein Problem hat, wird feststellen, dass Advent Rising sehr unterhaltsam sein kann.

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Die Geschichte ist schnell erzählt. Die Menschheit dümpelt friedlich im All herum, bis an einem Tag gleich zwei Alienrassen auftauchen. Die Erste verkündet, dass die Menschen eigentlich die Heilsbringer des Universums sind und es lediglich nicht wissen, und die Zweite macht sie kurz darauf einfach platt. Bis auf drei Überlebende: Gideon Wyeth, seinen Bruder Ethan/seine Freundin Olivia (hängt davon ab, wen man im ersten Kapitel rettet) und Raumschiffcaptain “SexyErsatzflamme” Marin Steel. Lustigerweise hat es überhaupt keine Auswirkung, ob Bruder oder Freundin gerettet werden, weil die Geschichte exakt gleich bleibt bis auf eine Handvoll Zwischensequenzen, bei denen einfach die Figur ausgetauscht ist. Sowieso ist die Geschichte eine Hatz durch verschiedene Krisen und Schlachtfelder, die man nicht so ernst nehmen darf.

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Der eigentliche Witz des Spiel ist es nämlich, die Gegnerhorden stilvoll aus dem Weg zu räumen. Dazu gibt es erst mal einen ordentlichen Satz Handfeuerwaffen und späterhin sogar die mystischen JediGotteskräfte, die Gideon bei diversen dramaturgischen Zornausbrüchen erlangt und durch Anwendung verfeinert. Dazu kommen stylische Nahkampffähigkeiten und Matrixsprünge mit eingebauter Zeitverlangsamung, die sich mit den restlichen Fähigkeiten problemlos verbinden lassen.

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All diese Fähigkeiten gibt’s in den Stufen 1 bis 5, die aber angenehm zügig erreicht werden können. Und so kann man denn experimentieren, wie die bösen Sucher (so heißen die Schurken) geschreddert werden sollen: schlicht kaputthauen (obwohl sie doppelt so groß sind wie der kleine Gideon – das Universum scheint mit Riesen bevölkert zu sein)? Mit der alle platt machenden Druckwelle? Den Energiekugeln? Den zielsuchenden Eissplittern? Dem Nullzeit-Stoßangriff? Levitieren und über die Klippe werfen?

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Was immer man wählt, es geht jedenfalls kräftig rund, hin und wieder auch mit Fahr- und Flugzeugen. Die Steuerung ist recht gut, und den Entwicklern sei dafür gedankt, dass sie in der PC-Version direktes Zielen mit der Maus möglich gemacht haben. Wir können uns nämlich nicht vorstellen, dass das alternative Durchschalten der Ziele im Gefecht gescheit funktioniert, trotz Joypad. Da geht nämlich viel zu sehr der Punk ab, um Gegner, Kamera, und geregelten Waffen-/Mächteeinsatz unter einen Hut zu bringen, zumindest für den schreibenden Tester; die üppige Geräuschkulisse aus stimmigem Soundtrack und spratzelndem Waffenfeuer gibt darüber hinaus noch zusätzlich Zunder.

Fazit: Insgesamt erinnert uns der Titel von der Qualität der Geschichte und der Ballerei ein wenig an Halo – sogar die sich selbst wiederaufladende Gesundheitsenergie ist drin. Wer das also mochte, wird sich hier vergleichbar amüsieren können. Advent Rising ist ein guter Happen für zwischendurch bzw. ein guter günstiger Auffüller bei Bestellungen aus UK – denn in Deutschland ist er aufgrund seines mangelnden Erfolgs vergriffen. Das gilt allerdings nur für die PC-Version. Von der XBox-Version haben wir wie eingangs erwähnt nur Schlimme Dinge gehört.

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3 Kommentare zu “Advent, Advent, ein Alien brennt”

  1. phil sagt:

    Oh Mann, wann soll ich nur die Zeit finden, das alles zu spielen, was du da anpreist. :-)
    Kommt auf jeden Fall auch auf meine Liste. Sci-Fi is bei mir momentan wieder sehr angesagt.

  2. chrisch sagt:

    Wat? Ja Junge, du liest anscheinend in derselben Zeit Comics und surft skurrile Seiten an, so einfach ist’s :) Soviel Artikel kann ich garnet schreiben!

  3. phil sagt:

    nicht zu vergessen, dass ich nebenbei auch noch hörspiele höre und filme schaue… ;)

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