Filmkritik: Hellboy 2 – Die goldene Armee

Beitrag von phil 21 - Oktober - 2008

Hellboy - Die goldene ArmeeIn der Welt der Mainstream Comic-Verfilmungen und der Superhelden stellt Hellboy so etwas wie die Manifestierung des Undergrounds dar. Die Comics sind zwar unter Fans sehr beliebt, schaffen es über ein Nischendasein allerdings nicht hinaus. Das liegt weniger an der Qualität, sondern vielmehr an der fehlenden Stromlinienförmigkeit des Hauptprotagonisten: Zu absonderlich und zu skurill für den Geschmack der breiten Masse. Rückblickend betrachtet war es daher nur folgerichtig, dass Guillermo del Toro bei einer Verfilmung des Comics auf dem Regiestuhl Platz nimmt. Neben Peter Jackson ist er der einzige, der es in den letzten Jahren geschafft hat, Drama und Fantasy unter einen Hut zu bringen (siehe Pan’s Labyrinth) und aus einer Comic-Verfilmung mehr zu machen als platte Reißbrett-Actioner. Aber immer schön der Reihe nach…

Hellboy alias Anung Un Rama (für seine Freunde einfach „Red“), der 1944 vom dunklen Magier Rasputin heraufbeschworen und von Professor Bruttenholm unter seine Fittiche genommen wurde, arbeitet für das Bureau of Paranormal Research and Defense, eine geheime Unterabteilung des FBI. Dort ist er hauptberuflich damit beschäftigt, andere Dämonen dahin zurück zu schicken, wo sie hergekommen sind. Doch gerade als Red genug mit anderen Problemen – beruflicher und privater Art – zu kämpfen hat, wartet ein neuer Job auf den ungestümen Hellboy. Die Waffenruhe zwischen den Menschen und den Wesen der Unterwelt ist in Gefahr! Der vor langer Zeit mit dem Elfenkönig (Roy Dotrice) ausgehandelte Frieden steht kurz vor dem Ende. Der verbitterte Elfenprinz Nuada (Luke Goss) will mit Unterstützung der unbesiegbaren Goldenen Armee die Macht an sich reißen und den Geschöpfen der Unterwelt die Position zukommen lassen, die ihnen seiner Meinung nach zusteht. Gemeinsam mit seinem Kollegen, dem Fischmenschen Abe Sapien (Doug Jones), seiner Freundin Liz (Selma Blair), seinem Vorgesetzten Johann Krauss (James Dodd) und der Hilfe von Prinz Nuadas Zwillingsschwester (Anna Walton) stellt Hellboy sich seiner bisher größten Herausforderung…

Quelle

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Soviel zur Geschichte und dem Drehbuch, welches natürlich kein literarisches Meisterwerk darstellt, seinen Zweck allerdings souverän erfüllt. Seine Stärken hat der Film sowieso an anderen Stellen. Die Frage ist also, was Hellboy 2 im Vergleich zu den üblichen Hollywood Fantasy- und Comic-Schinken so großartig anders macht?! Die Antwort liegt zum einen in den einzelnen Charakteren und zum anderen in der fantastischen Atmosphäre. Die Geschichte lässt den Figuren Zeit und Raum zum atmen und um sich weiterzuentwickeln. Jeder einzelne von Ihnen erfüllt seinen Zweck innerhalb der Rahmenhandlung und weiß dem Zuschauer auf seine charakteristische Art und Weise zu gefallen. Da stören auch die vielen Klischees und kleinere Storylöcher nicht. Del Toro schafft es jeden Teil des Films mit Leben und die Phantasie des Zuschauers komplett auszufüllen. Damit ist “Hellboy – Die goldene Armee” sogar noch etwas besser als der erste Teil. Wenn man beide Teile direkt miteinander vergleichen will, so lässt sich Hellboy 1 als cthulhuesk und Hellboy 2 als steampunkig bezeichnen.

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Fazit: Seit Herr der Ringe und den ersten Harry Potter Filmen konnte man sich nicht mehr so schön an phantastischen Kleinigkeiten wie beispielsweise den skurillen Kreaturen und Einfällen auf dem Trollmarkt erfreuen. Ron Perlman als Hellboy hat durch seine Darstellung die Lacher sowieso auf seiner Seite, auch wenn er dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht “zu cool” ist. Der Film nimmt sich an den richtigen Stellen ernst, um denselbigen bei passender Gelegenheit gleich wieder über Bord zu werfen. So muss Unterhaltungs-Kino sein.

Rating: ★★★★☆

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Ein Kommentar zu “Filmkritik: Hellboy 2 – Die goldene Armee”

  1. Tom sagt:

    Der Film ist absolute Klassiker. Mein Favorit ist das Duett von Abe und Red. :D

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