Life on Mars

Beitrag von chrisch 12 - Februar - 2009

Als wir vor nicht allzu langer Zeit durch die örtliche Filiale eines bekannten Elektromarkts geschlendert sind, ist uns ein riesiger brauner DVD-Stapel in der Serienabteilung aufgefallen, der sich dann als kleines Vorratslager der ersten Staffel von “Life on Mars” herausstellte. Zu diesem Zeitpunkt waren wir davon noch nicht sonderlich beeindruckt, nachdem wir aber bei kauffreudigeren Bekannten mal reingeschaut haben, finden wir sie durchaus ein Review wert.

Life on Mars

Worum geht’s? Der stets bedachte Chief Inspector Sam Tyler erledigt in einem Vorort von Manchester Tag für Tag gewissenhaft seine Pflicht, bis er unversehens von einem Auto überfahren wird. Aber statt tot zu sein und für die kürzeste von BBC produzierte Serie zu sorgen erwacht er scheinbar wieder am Unfallort, allerdings glatte 33 Jahre in der Vergangenheit, nämlich 1973.

Auch in dieser alternativen Realität arbeitet er als Polizist, aber zwischen der stets um Ploitical Correctness bemühten Gegenwart und dem rauhen und wirtschaftlich maroden Großbritannien der 70er liegen Welten. Dementsprechend anders sieht auch die Polizeiarbeit unter Sam’s neuem Chef Gene Hunt aus, der so ziemlich das Gegenteil von Sam ist. Daher gehört es auch zu dessen Lieblingstätigkeiten, sich ohne jegliche Beweise quasi aus dem Bauch heraus auf irgendwelche Verdächtige festzulegen und sie dann zu verfolgen. Oder widerspenstige Hooligans beim Verhör quer durch den Raum zu werfen. Und zum Kulturschock kommt noch hinzu, dass Sam immer wieder Stimmen der Ärzte oder Angehörigen vernimmt, die wohl an seinem Krankenbett in der realen Welt stehen, ohne jedoch aus seinem Koma heraus antworten zu können.

Insgesamt betrachtet ist die Serie eine gelungene Mischung aus humorvoller Polizeiserie, stimmungsvoller 70er-Rückblende und einem sanften Mystery-Einschlag wegen Sam’s verschiedener Visionen. Auf uns, die wir diese Zeit eh nur aus Erzählungen kennen, wirkt der damalige Zeitgeist wirklich ewig weit weg von der Gegenwart, das ist BBC wirklich schön gelungen. Und dass Manchester noch derart viele Industrieruinen hat, wußten wir bis dahin auch nicht.

Wir finden “Life on Mars” ein hübsches Kleinod unter den Serien. Leider wurde die Serie mangels Resonanz schon in der zweiten Staffel zum Abschluss geführt, wobei es die zweite Staffel hierzulande noch nicht gibt. Wenn sie in ihrer Qualität der ersten Staffel entspricht, wäre da unserer Meinung nach noch viel Potential drin gewesen. Schade.

Die erste Staffel in acht Folgen gibt es momentan für richtig faire 15€ im Handel. Für das Geld haben wir weitaus schlechtere Filme(!) gekauft, von anderen Serien ganz zu schweigen.

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3 Kommentare zu “Life on Mars”

  1. Thomas sagt:

    Ich kann mich dunkel an die Serie erinnern. Lief die nicht auch mal im deutschen Fernsehen? Was ich seinerzeit gesehen hab, fand ich ganz lustig.

  2. chrisch sagt:

    Könnte Kabel 1 gewesen sein. Wurde dann aber abgesetzt, wobei ich nimmer weiß, ob das noch während der ersten Staffel war oder danach.

  3. kasumi sagt:

    Die erste Staffe habe ich Regelmäßig im TV gesehn und als sie vorbei war wurde angekündigt das sie im nächsten herbst (herbst 07) die 2. Staffel ausstrehlen. Daraus wurde aber leider nichts. Dabei fand ih die Serie echt große klasse!

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