Wem zuletzt die Crayon Physics gefallen haben, der ist höchstwahrscheinlich auch ein Kandidat für diese hübsche Knobelei: World of Goo.

Das Ganze ist ein klebriges Potpourri aus allem Möglichen: Ein bisschen Lemmings, nur mit Schleimkugeln: die befinden sich an Ort A und müssen zur Absaugröhre an Punkt B. Eine Prise Bridge Builder, denn die Kugeln werden vom Spieler zu bevorzugt wabbligen und wankenden Gitter-/Turmkonstruktionen zusammengefügt. Nur über diese Konstrukte können die verbliebenen Kugeln umherwandern und zum Ziel gelangen.

Ein bisschen wie Super Mario World, wegen der Übersichtskarte zwischen den Leveln. Und ein bisschen wie ein Apple: gespielt wird nur mit einer Maustaste. Und das wars. Dementsprechend hat uns auch die Anleitung in der DVD-Hülle belustigt – neben dem Epilepsie-Hinweis und dem Impressum steht da zum Gameplay lakonisch: “Die gesamte Steuerung erfolgt über Maus und Maustasten”. Peng!

Nicht, dass es da nichts zu sagen gäbe. Zum Beispiel über die verschiedenen Schleimfarben, die unterschiedlich viele Verbindungen eingehen können, jeweils ein anderes Gewicht haben, sich wieder aus den Gittern lösen lassen oder nicht, oder über die Luftballons zum waghalsigen windumtosten Brückenbau, oder mehr dergleichen. Statt dessen erzählen die Designer lieber eine Geschichte, wie die Goos ihre kleine Welt erkunden, und stellen Infoschilder im Spiel auf.

Und auch sonst ist World of Goo schlicht ein Spiel, dass rundum locker daherkommt, ebenso von der Hand geht und gefällig ist: passable 20€ auftreiben, winzige 78 MB istallieren, ohne CD, Key, Online-Account oder sonstwas starten, verrückte Grafiken und Designs bestaunen und die Musik lustig finden (geht auch ohne das Spiel). Und hin und wieder etwas grübeln.

Unsere einzige Sorge: es scheint recht kurz zu sein. Aber man kann ja nie alles haben.