Derzeit wird kräftig auf der Werbetrommel gelärmt, was die “neue” – viel besser wiederbelebte – 3D-Projektions-Technik für Animationsfilme angeht. Vorneweg marschiert zu sein scheint Dreamworks Werk “Monsters vs. Aliens”, das hierzulande am 2. April gestartet ist.

Darauf waren wir sehr gespannt. Zwar mussten wir gerade von Dreamworks erfahren, wie man den sensationellen Hit Shrek mit zwei immer weiter abbauenden Nachfolgern als fade Cashoptimierung ausschlachtet, aber das versprochene neuartige Kinoerlebnis wollten wir dann doch sehen. Und der Film klang von der Kritik her nicht überladen mit Klamauk.
Also war die Sache klar: ab ins nächste größere Kino in der Nähe, das sich einen der neuen 3D-Projektoren zugelegt hat. Dazu gabs dann zur Vorstellung erheiternde 3D-Brillen, die wirklich an allen Leuten gleichsam albern aussehen, was man auch erst mal hinkriegen muss. Und dann 94 Minuten langes Staunen und Dauergrinsen.
Nicht über die Geschichte. Die ist zwar unterhaltsam, gut erzählt und auch fein mit Anspielungen gespickt – beispielsweise sind die Monster eigentlich Variationen der originalen Unholde aus diversen Trash-Klasssikern wie “Attack Of The 50 Foot Woman”, “Godzilla”, “Angriff aus dem Weltall” (auch genannt “Der Blob”), “Die Fliege” und “Der Schrecken vom Amazonas”; allesamt ganz schreckliche Dinge aus den 50ern. Oder der alberne US-Präsident, der es schafft, bei der ersten Kontaktaufnahme mit den Aliens die fünf Keyboard-Töne aus “Unheimliche Begegnung der dritten Art” falsch zusammenzuorgeln.
Nö, was wirklich begeistert, das ist die 3D-Technik. Wir fanden die tatsächlich so herausragend wie in der verdächtig massiven Werbung angepriesen. Die ersten paar Minuten wars noch kurios und leicht ungewohnt. Als hätten es die Schelme bei Dreamsworks gewusst, lassen sie dem Zuschauer auch zu Beginn fast einen Ping-Pong-Ball ins Gesicht fliegen – eindrucksvolle Idee, mal direkt zu sagen: “So, passt mal auf, was wir unter anderem mit dem neuen Spielzeug machen können”. Und wenn ihr später seht, wie kreisende Jets die gigantische Robotersonde beschießen, oder irgendein Hochhaus beim unvermeidlichen Kampf in L.A. Downtown umgerissen wird und wirkliche dreidimensionale Staubwolken hochzuwirbeln scheint, dann werdet ihr euch fragen, wieso das erst jetzt im Kino zu sehen gibt, verdammt. Und vielleicht wünscht ihr euch auch Remakes von den bereits gedrehten Filmen, so wie wir.
Ganz ehrlich: wir wollen noch viel viel mehr davon. Zum Beispiel Pixars “Oben”, der noch für dieses Jahr angekündigt ist und der äußerst vielversprechend aussieht, weil er eine perfekte Mischung zwischen Pixars bekanntem Humor und auch der hohen Qualität zu sein scheint. Außerdem hat das Studio wohl auch Remakes zu den alten Toy Stories angekündigt – ganz offensichtlich scheint bereits das Testpublikum diesen Wunsch geäußert zu haben. Und auch Coraline haben wir als Trailer in 3D gesehen.
Lang lebe Galaxhar!
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ich hab ja schon diesen hunde-animationsfilm “bolt” im 3d kino gesehen und war weitestgehend angetan von der neuen technik. der nachteil bei “bolt” war, dass man fast völlig auf 3D-effekte verzichtet hat, die den zuschauer miteinbeziehen und in den raum zwischen leinwand und auge des zuschauers projeziert werden. sprich: alle 3D effekte gingen – wenn wir mal die leinwand als grundlage nehmen – in die tiefe. das war zwar nett anzusehen, aber wenn man weiß, was eigentlich alles möglich ist, doch etwas enttäuschend.
wahrscheinlich ist das das zugeständnis, das man machen muss, wenn man den film auch in nicht-3D-kinos zeigen will
Hm, das war bei “Monsters vs. Aliens” anders. Da es den Film auch in Nicht-3D-Vorstellungen zu sehen gibt, gibt es vermutlich zwei separate Fassungen.