Bruce Campbell kennt mittlerweile jeder, oder?! Für all diejenigen, bei denen es noch nicht längst “klick” gemacht hat: Das ist dieser unglaublich sympathische und für seine machohaften Oneliner bekannte B-Movie Darsteller, der in den 80ern mit der Evil Dead Trilogie (Tanz der Teufel I + II, Armee der Finsternis) selbst hierzulande eine große Fangemeinde um sich scharen konnte. In den 90ern wurde es um Campbell merklich ruhiger, bis er dann 2002 mit dem ebenso trashigen wie lustigen Bubba Ho-Tep (In Deutschland erst 2006 auf DVD erschienen) um die Ecke kam und sowohl B-Movie Veteranen als auch trashaffine Kritiker für sich gewinnen konnte. Bereits im Jahr 2007 folgte dann mit My Name is Bruce die Parodie auf sich selbst, der Anfang 2009 auch endlich bei uns auf DVD erschienen ist. Zeit für uns einen Blick darauf zu werfen.
Durch Zufall erwecken in dem 300-Seelen-Kaff Gold Lick vier Teenager den chinesischen Dämon Guan-di zum Leben und bezahlen dies mit Ausnahme von Jeff (Taylor Sharpe) direkt mit dem Tod. Als auch weitere Dorfbewohner Guan-di zum Opfer fallen, kommt dem Campbell-Fan Jeff die rettende Idee: Seine Ikone soll den Dämon besiegen. Und so entführt er kurzerhand Bruce Campbell, der gerade in den Dreharbeiten der üblen Trashgranate „Cave Alien 2“ steckt. Angekommen in Gold Lick, nimmt Bruce die Aufgabe unter der Annahme, es handle sich um einen Geburtstags-Gag seines Agenten, an, gibt vor den Bewohnern den toughen Helden und baggert nebenbei Jeffs Mutter (Grace Thorsen) an – bis er dann Guan-di gegenübersteht…
Quelle: Filmstarts.de
Wie die Inhaltsangabe bereits vermuten lässt spielt Regisseur und Hauptdarsteller Bruce Campbell niemand geringeren als sich selbst, was gerade in den ersten 20 Minuten zu einer Reihe von Anspielungen auf seine früheren Werke führt. Campbell kokettiert dabei völlig ungeniert mit seinem Image als Trash- und B-Movie-Ikone. Abgesehen von wenigen Ausnahmen gelingt ihm das auch ausgesprochen gut. Die Sprüche sind – auf B-Movie-Niveau versteht sich – wirklich Klasse und unterhaltsam, so dass Campbell keine Mühe hat, den Zuschauer durch die (wohl gewollt) grottige Story zu führen.
Wo wir auch direkt beim Knackpunkt sind: Bruce Campbell hin oder her, aber ein alternder Kultstar aus den 80ern macht noch lange keinen Kultfilm. Wo der zurecht gelobte Bubba Ho-Tep durch seine aberwitzige Grundkonstellation und Einfälle auf storytechnischer Ebene für einen solchen Film durchaus zu überzeugen weiß, krankt das Drehbuch bei My Name is Bruce an nerviger Mittelmäßigkeit. Lediglich im Mittelteil, als Bruce in Gold Lick ankommt und der Meinung ist, das Ganze handele sich um einen Gerbutstags-Gag seines Agenten, verspührt der Zuschauer annähernd so etwas wie Kultcharakter. Der Splatterfaktor von My Name ist Bruce ist dabei erstaunlich gering, was dem Film nicht gerade zum Vorteil gereicht. Die Todesszenen durch Guan-di sind einfallslos und verlaufen immer nach dem selben Schema. Etwas mehr Abwechslung und der eine oder andere gelungene Splattereffekt hätten den Film wirklich aufgewertet.
Dennoch und trotz der offenkundigen Schwächen macht My Name is Bruce wirklich Spass, was jedoch in erster Linie an der gelungenen Performance des Hauptdarstellers liegt. Die Anspielungen auf Campbells frühere Filme wissen zu überzeugen und als Parodie auf sein “Lebenswerk” funktioniert der Film durchaus. Für mehr reicht es allerdings nicht. Dafür fehlt dem Film eindeutig das “gewisse etwas”, welches zum Beispiel Bubba Ho-Tep und vor allem seine Werke aus den 80ern ausgezeichnet hat.
Rating: 




Also da kann ich dir leider nicht so ganz zustimmen, was vielleicht auch daran liegt, dass ich da nicht ganz objektiv bin, wiel ich eben auch zur angesprochenen Fangemeinde gehöre *g*
Jedenfalls fand ich den Film ziemlich genial, weil er nicht nur Bruce’ Karriere selbst, sondern auch so ziemlich das ganze Genre und die Fans auf die Schippe nimmt… es ist eben ein Film für Fans, da kann man eigentlich kaum negative Kritikpunkte anbringen *g*
Vor einiger Zeit hatte ich dazu auch schonmal ein Review geschrieben (das sind hinter dem Link versteckt)
Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gut geschriebenes Review
Warum wird denn mein Kommentar nicht angezeigt?
Da war der automatische Spamfilter übereifrig, sorry.
Oh ach so, passiert bei mir auch öfter… kein Ding