Überleitend vom vorigen Artikel über den neuesten Star Trek-Film ist uns was aufgefallen: der Streifen lässt sich zwar unter dem Begriff Space Opera einsortieren, aber: habt ihr bemerkt, wie wenig Space darin eigentlich vorkommt? Was wir damit meinen, ist, dass der Film entweder auf der Erde bzw. Vulkan spielt, oder aber in geräumigen Schiffen, die eher an futuristische Seekreuzer erinnern – inklusive der Schwerkraft. Im Falle von Star Trek ist das Schiffsinnere sogar durchgehend gestylt; die Nostromo z.B. wirkte wie eine ins All geschossene Fabrikanlage, daher war dort die Abstraktion zur Realität beispielsweise geringer. Aber das nur nebenbei.
Klar, Schwerkraftgeneratoren auf Grundlage völlig unbekannter Technologie waren bei Star Trek / Star Wars schon von Anfang an mit dabei – sei es gewollt oder schlicht pragmatisch, damit man nicht dauernd ohne CGI schwebende Leute in Szene setzen musste -, aber eigentlich reduziert es den Film auf eine Art See-/Luftkampf mit bunten Lasern und sogar Geräuschen, fast so wie zuhause aufm Planet!
Davon abweichend und daher dem Begriff Space Opera viel näher stehend fallen uns spontan drei andere Titel ein: 2001: Odyssee im Weltraum, bei dem die Gravitation durch die Zentrifugalkraft des drehenden Schiffsrumpfes erzeugt werden musste, Dark Star, wo das Schiff eine beklemmende Blechbüchse ist, wie man das von den Aufnahmen der ISS schon eher kennt, und Firefly, wo zwar auch Wundergravitation herrscht, aber viele Raumgänge um das immerzu baufällige Schiff nötig sind und im Raum konsequenterweise nur die Atemgeräusche der Personen im Anzug zu hören sind (oder Westerngitarren).
Wahrscheinlich liegt es auch in der Natur der Sache, dass sich in den Filmen beider Kategorien ganz unterschiedliche Stimmungen aufbauen, weil sie auch durch die nebensächliche Wahl des Umgangs mit der Gravitationsproblematik entweder beeinflusst werden oder sich in dieser Wahl widerspiegeln.
So könnte man sich die Imperialen Sturmtruppen jedenfalls nicht vorstellen ![]()