Eine Prise Politik

Beitrag von chrisch 30 - Mai - 2009

Mal was gänzlich unbinärisch Ernsthaftes: am 7. Juni steht bei uns die Wahl für das Europa-Parlament an. Generell geht das so, dass jedes Land aus seinen nationalen Wahllisten einen Teil der Abgeordneten wählen kann, die es im Parlament vertreten sollen. Die Abgeordneten müssen ihren Wohnsitz im jeweiligen EU-Land und die Staatsbürgerschaft eines  beliebigen EU-Staates haben. Wie groß der zu stellende Parlamentsteil für einbestimmtes Land ist, wird gegenwärtig noch durch den “Vertrag von Nizza” und seiner berühmten Quadratwurzel-Verteilung bestimmt.

Auf nationaler Ebene, also da, wo gewählt wird, stellen die gewohnten politischen Parteien die Listen. Im Europa-Parlament gruppieren sich dann die gewählten Kandidaten in politisch möglichst ähnlich gesinnten Fraktionen, oder bleiben wie einige wenige auch fraktionslos. Deshalb sieht die Wahl hier am 7. Juni auch der Bundestagswahl so ähnlich, weil da möglichst jeder antreten will.

Soviel zum Vorgeplänkel. Wer bisher noch nicht mangels politischen Interesse eingeschlafen ist, wird wohl dies hier auch hilfreich finden. Vor jeder politischen Wahl erfasst jedenfalls uns immer die Unsicherheit, wer denn eigentlich für was steht, da wir entgegen aller guten Vorsätze nicht ständig das politische Geschehen bis ins Detail verfolgen. Nur eins sagen wir uns dann immer: wählen sollten wir unbedingt, selbst wenn sich nichts Positives draus ergeben sollte. Denn andernfalls wird sich mit großer Sicherheit was Negatives draus ergeben.

Ok, fragt sich nur, wen man wählen sollte, ne? Da hilft nur, sich schlau zu machen und dann zu urteilen. Dazu eignen sich zwei Dinge ganz gut: zu Anfangs die Werbespots der Parteien, die Marco vom Nachbarblog “MindsDelight” eifrig zusammengesucht hat und toll aufgelistet hat. Bringt da ein wenig Zeit mit und schaut euch die Spots an, da gibt es in Inhalt und Form viel Interessantes zu sehen. Und außerdem der Europa-Wahlomat von SPON. Über den Spiegel mit seinem Hang zum politischen Alarmi9smus kann man zu Recht geteilter Meinung sein, aber der Wahlomat ist recht neutral und bietet eine schöne Übersicht über die politischen Thesen.

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