Jimmy (Mathew Horne) wurde von seiner Freundin verlassen. Zum wiederholten Male. Zur Bewältigung seiner post-pubertären Trauer beschließt er, mit seinem arbeitslosen Freund Fletsch (James Corden) einen Wanderausflug in das provinzielle Cragwich zu unternehmen. Cragwich umgibt jedoch eine düstere Legende: Jedes Mädchen/Frau wird an ihrem 18. Geburtstag zu einem Vampir. Zu einem lesbischen wohlgemerkt…
So weit, so sinnfrei. Und es kommt natürlich alles wie es kommen muss. Die beiden ungleichen Freunde kämpfen gegen eine zunehmende Horde rumhüpfender Vampire, die mit ihrem albernen Gehampel augenscheinlich sexy und irgendwie auch lesbisch rüberkommen sollen. Das geht natürlich voll in die Hose. Sowohl für die beiden Haupt-Protagonisten, als auch für den Film selbst. Hier stimmt nur sehr wenig. Um Spannung geht es in Lesbian Vampire Killers sowieso nur sekundär. An erster Stelle sollen Spass und Sex stehen. Doch auch das funktioniert nur bedingt. Affektiert rumfummelnde Frauen finden wahrscheinlich pubertierende Teenager noch lustig, wirklich sexy ist das allerdings nicht. Und mit dem Spass ist das auch so eine Sache, denn auch wenn der eine oder andere Gag tatsächlich zum Schmunzeln anregt, verfolgt man den Großteil des Filmes doch recht teilnahmslos.
Lesbian Vampire Killers lebt in erster Linie von seinem trashigen Titel und dem eben solchen Cover, obwohl beide wesentlich mehr versprechen, als dass der Film zu halten im Stande ist. Optisch orientiert man sich offensichtlich an eine Art Pulp-Stil, der entfernt an die deutschen Groschenromane und Hörspiele um den Geisterjäger John Sinclair erinnern. Doch auch deren (zweifelhaftes?) Niveau wird nur zeitweilig erreicht. Die meiste Zeit plätschert Lesbian Vampire Killers so vor sich hin, ohne wirklich jemandem weh zu tun, aber auch ohne jegliche Relevanz, ohne großen Spass und auch auch ohne Splatter-Faktor. Das Blut der Vampire wurde nämlich kurzerhand weiß eingefärbt. Damit bekommt der Film höchstwahrscheinlich die Freigabe für ein pubertierendes Publikum und hat auch prompt so etwas wie eine Zielgruppe: Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Langweilig!
Rating: 



