Seit ungefähr eineinhalb Jahren schwirrt das Spiel The Void durch die eher esorterischen und Independent-Ecken der PC-Spieleszene. Entwickelt wurde es vor russischen Truppe Ice-pick Lodge, allerdings erst vor wenigen Monaten ins Englische und Deutsche übersetzt und damit auch dem Rest der Welt außerhalb Russland und Polen zugänglich gemacht. Und unter allen Spielen, die uns bislang begegnet sind, ist es auch das Einzige, welches sich rühmt, in einem Museum ausgestellt zu sein (wer es genau wissen will: das Moskauer Museum of Modern Arts). Auch der ihm vorauseilende, sagen wir, unkonventionelle Ruf brachte uns dann dazu, mal reinzuschauen.
Worum geht’s? Um irgendwas im Zwischenreich zwischen Leben und Tod, welches man als Spieler in der Egoperspektive durchquert, eine fast abgestorbene surreale Welt, aus der fast alles Leben gewichen ist. Und damit die Farbe, denn in diesem Spiel sind beide synonym. Das Spieler-Ego ist eine Seele, die dem Tod gerade so entronnen und in diesem Schattenreich gelandet ist – ob es das eigene Reich oder das einer anderen Person ist, wird bewußt nicht erklärt. Jedenfalls wird in diesem Zusammenhang immer vom “Schläfer” gesprochen.
Wir alle kennen das: Ein Monster, ein Vampir, ein Zombie oder hin und wieder auch ein kantiger Roboter mit einer (meist bewusstlosen) Frau im Arm. Dieses Bildnis wurde schon oft bemüht und ziert die Oberfläche unzähliger B-Movie Poster, Comic-Cover und ist als Motiv vor allem aus den den unzähligen King Kong Verfilmungen bekannt. Es verdeutlicht auf den ersten Blick eine (wie auch immer geartete) Beziehung zwischen Monster und Frau, symbolisiert in der Regel dessen menschlich anmutendes Inneres im Gegensatz zum meist abstossenden Äußeren. Dabei wird geschickt offengelassen, ob es sich bei dem Monster um Täter oder Opfer handelt.
Pünktlich zu Halloween konnten wir ein Monster Make-Up Handbuch aus dem Jahre 1965 ausfindig machen. Darin enthalten sind 16 Anleitungen und 250 Bilder zu diversen grotesken Vintage Monster-Masken bzw. Make-Ups. Man beachte nur den hinreißenden Easy-To-Follow-Photoguide vom Titelblatt. Aber mal ehrlich: Mit einigen der Masken hätte man durchaus Chancen gehabt, eine Rolle in einem der früheren B-Movies zu ergattern. Wer mehr sehen will, der werfe einen Blick in die nachfolgende Galerie.