Archiv für ‘Bücher’ Kategorie

Gelesen: Spin von Robert Charles Wilson

Beitrag von phil 27 - Oktober - 2009

Spin_WilsonLaut der New York Times zählen die Romane von Robert Charles Wilson zum Besten, was die Science-Fiction momentan zu bieten hat. Allen voran das 2006 mit dem Hugo Award als Bester Science-Fiction Roman ausgezeichnete Buch Spin. Der Roman handelt in erster Linie vom jungen Tyler Dupree der eines Tages miterleben muss, wie die Sterne verschwinden und den Himmel dunkel werden lassen. Hintergrund ist ein Energieschirm, welcher von einer außerirdischen Macht, die von den Erdenbewohnern als die “Hypothetischen” bezeichnet werden, erzeugt wurde und die Welt in einer Art Zeitblase gefangen nimmt. Während die Zeit für die Menschen in erster Linie ganz normal weiterläuft, verstreichen draußen im Universum Jahrtausende und Jahrmillionen. Schnell wird klar, dass die Sonne innerhalb weniger Erdenjahrzehnte zu verglühen droht, was unweigerlich das Ende der Menschheit nach sich ziehen würde.

Wer jedoch denkt, dass das den Auftakt einer hysterischen Space Opera darstellt, der wird schnell eines besseren belehrt. Der Spin stellt in erster Linie einen Aufhänger für die dystopische Grundausrichtung der Geschichte dar. Was passiert mit Staaten, Organisationen, dem Glauben, der Gesellschaft und vor allem den Menschen selbst, die sich unaufhaltsam und schleichend aber dennoch unabrückbar ihrem Ende nähern? Im Mittelpunkt der Geschichte stehen dabei der spätere Arzt Tyler Dupree, sowie die beiden Lawton-Zwillinge Diane und Jason, mit denen Tyler bereits seit seiner Kindheit in tiefer Freundschaft verbunden ist. Während Diane sich in den Jahren nach Erscheinen des Spins verschiedenen neuen Glaubensrichtungen hingibt und ihr Heil in der spirituellen Erlösung sucht, widmet Jason sein ganzes Leben der Erforschung des Spins und steht letztlich an der Spitze des Raumfahrtkonzerns Perhelion. Neben den gesellschaftlichen Veränderungen von annähernd dystopischen Ausmaßen, stellt sich jedoch immer die Frage: Wer ist für den Spin verantwortlich? Welchem Zweck dient er und wie kann er aufgelöst werden?

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Neuromancer, Snow Crash und der Cyberpunk

Beitrag von phil 21 - Oktober - 2009

neuromancer412Neuromancer. Ja, nee, ist bekannt, oder?! Beim Durchstöbern der markierten Artikel in meinem Google Reader bin ich nochmals auf einen Artikel von Mitte September gestossen, in dem erste Artworks des voraussichtlich 2011 erscheinenden Cyberpunk-Films, basierend auf den Romanen von William Gibson, vorgestellt werden. Anscheinend handelt es sich bei diesen Artworks, die ich qualitativ mal irgendwo in der Region von “ganz nett” ansiedeln würde, auch tatsächlich um den ersten Output von offizieller Seite und nicht um irgendwelche Fan-Artworks.

Eigentlich kein wirklicher Grund für einen Beitrag, aber während ich mir die Bilder so anschaue schießen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Da wäre zu einen die Tatsache, dass ich mit der Neuromancer Triologie vor ca. 7 Jahren mal angefangen und es irgendwann gelangweilt zur Seite gelegt habe. Ja, steinigt mich von mir aus dafür. Ich will mich aufgrund von ca. 200 gelesenen Seiten auch nicht dazu aufschwingen diesen Klassiker schlecht zu reden, aber in diesem Zusammenhang kommt mir ebenfalls wieder in den Sinn, dass ich vor einigen Monaten den ebenfalls hochgelobten Cyberpunk-Roman Snow Crash von Neal Stephenson gelesen habe.

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Die große Trickkiste der Erzählkunst

Beitrag von chrisch 2 - August - 2009

Wer unseren Blog schon ein Weilchen verfolgt oder darin herumstöbert, wird zweifellos erkennen, das wir Untote eine massive Vorliebe für allerlei fiktionale Erzählung in Bild und Schrift haben, und dass dies auch für deren binärischen und/oder spielerischen Derivate wie Viedospiele/RGPs gilt. Die Zeit, die wir schon in Diskussion über wiederkehrende Muster und Konventionen gesteckt haben, können wir mittlerweile schon gar nicht mehr messen.

Und aus diesem Grund haben Gleichgesinnte im Netz die Seite der Television Tropes eingerichtet. Dahinter verbirgt sich ein erheiterndes Wiki, dass sich eben ausschliesslich mit wiederkehrenden Erzählungskonventionen in Filmen, Bücher, Rollenspielen und vielem mehr befasst. Und zwar durchaus ein wenig ironisch, so wie es das Munchkin-Kartenspiel tut, das wir ebenfalls für seinen Humor verehren.

Überleben unter Untoten

Beitrag von chrisch 19 - Juli - 2009

Letztens wurden wir quasi gezwungen, beim Einlösen unseres Büchereigutscheines dieses Werk zu erstehen: den Zombie Survival Guide – Überleben unter Untoten. Mal ehrlich, wie könnten wir nichts zu diesem Buch schreiben?

Der Zombie Survival Guide - längst überfällig

Dieses Handbuch ist wirklich ein ausgezeichnetes Stück trockenen Humors, und es folgt einem sehr erfolgreichen humoristischen Prinzip: auf einer grotesken Grundannahme ausschließlich logische Schlüsse ziehen, die dadurch absurd komisch sind. In dem Fall ganz einfach: die Welt wird von Zombies überrannt – wie hältst du möglichst lange durch? Ohne Schnörkel, ohne Witzeleien, ohne realitätsferne Ansätze. Einem ernst gemeinten Ratgeber eben ähnlich.

Alternatives Lesen

Beitrag von chrisch 10 - Mai - 2009

Mit dem stetig zunehmenden Alter müssen wir feststellen, dass man immer seltener in die Lage gerät, durch die Buchhandlung zu schlendern und ein Werk zu sehen, das sofort interessant ist. Diesmal geschehen, als das Cover doch direkt die Kernfrage unzähliger Gedankenexperimente trägt: “Was wäre geschehen, wenn?”.

Was wäre geschehen, wenn...

Also dieses Motiv zieht bei uns ja immer. Man bedenke, dass sich aus diesem Ansatz das komplette fiktionale Genre der Romane und Filme von Alternativhistorien herleitet. Oder nebenbei bemerkt auch unsterblich Klassiker der elektronischen Unterhaltung wie die “Civilization”-Reihe. Allessamt Dinge, die dem Hang zu Faszinierendem entgegenkommen.

World War Z – Movie und Artworks

Beitrag von phil 11 - Februar - 2009

worldwarzErst vor wenigen Tagen habe ich mit dem epischen Zombie Roman World War Z begonnen und da ich von dem bisher gelesenen sehr begeistert bin, habe ich etwas recherchiert und bin flux auf eine Meldung gestossen, die erst wenige Tage alt ist: Zum Roman von Max Brooks soll es eine filmische Umsetzung geben. Die in diesem Zusammenhang gefundenen Concept Artworks machen in jeden Fall einen interessanten Eindruck. Die deutsche Übersetzung des Romans soll jedoch – wenn man den Quellen im Internet Glauben schenken darf – nicht sonderlich gelungen sein. Allein schon der übersetzte Titel ist irreführend und schlicht unstimmig: “Wer länger lebt, ist später tot: Operation Zombie”. Das klingt eher nach einer Zombie-Parodie wie beim Film Dance of the Dead und ist meiner Meinung nach völlig daneben. Mich hat das letztlich dazu bewogen, das Original zu kaufen. Vielleicht folgt hierzu in Kürze an dieser Stelle ein entsprechendes Review.

Zombified Pride & Prejudice

Beitrag von phil 2 - Februar - 2009

prideIch bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was ich davon halten soll: Vor einigen Tagen gab es bei Nerdcore ein nettes Cover von Jane Austens bekanntem Roman Stolz und Vorurteil (Pride & Prejudice) zu sehen, auf dem die Hauptprotagonisten anscheinend eine zombieske Umgestaltung hat über sich ergehen lassen müssen (siehe Bild links). Was im ersten Moment wie ein nettes Zombie-Mashup Artwork aussah entpuppte sich beim zweiten Blick als das Cover eines tatsächlich existierenden Buches, Der Titel: Pride and Prejudice and Zombies: <strong>The Classic Regency Romance+now with Ultraviolent Zombie Mayhem!

Wer’s nicht glaubt, für den gibt’s hier den Beweis

Literatur: Lempière’s Wörterbuch

Beitrag von chrisch 12 - Januar - 2009

Es gibt Bücher, die liest man bequem und locker vor sich hin. Es gibt Bücher, die lässt man so schnell nicht mehr los. Und es gibt solche, die einen schlicht erschlagen. Genau so eins wollen wir hier mal vorstellen – eins, das uns in jeder Hinsicht erschlagen und erfreut hat. Nämlich dieses:

Lempières WörterbuchWas in diesem zweidimensionalen Cover noch recht harmlos aussieht, hat in der wirklichen Welt einen Umfang von 690 Seiten – ohne den ausgiebigen Anhang. Man muss also fairerweise sagen, dass man diese Art Literatur schon mögen und gewohnt sein muss, um das Buch nicht abgeschreckt wegzulegen.

“The Living Dead” – Zombie Anthology [Trailer]

Beitrag von phil 21 - November - 2008

Erst im September diesen Jahres ist eine anscheinend superbe Kurzgeschichtensammlung zum Thema Zombies erschienen und die einzelnen Autoren können sich durchaus sehen lassen: Stephen King, Clive Barker, Neil Gaiman… um nur die drei bekanntesten zu nennen. Und da in unserer heutigen Zeit nicht mehr ohne Werbekampagne funktioniert, wurde auch diesem Buch eine kleine aber wirkungsvolle Werbekampagne auf den Bauch geschrieben: In Form eines anderthalb minütigen Werbeclips.

Dieser präsentiert sich stilistisch sehr hochwertig ohne jedoch den trashigen Hintergrund der Subkultur zu vernachlässigen. Ein guter Trailer, der uns das Buch wirklich schmackhaft gemacht hat. Wir versuchen uns gerade vorzustellen, wie der Trailer im deutschen Fernsehen ankommen würde…hihi

Kurzgeschichten von H.G. Wells

Beitrag von chrisch 6 - September - 2008

Kürzlich aus einem Nachlass erstanden ist uns “Das Kristall-Ei” von Herbert George Wells in die Hände gefallen. Der Name Wells ist mit den Anfängen der Science Fiction (er selbst nannte sie nicht so, da er sie mehr als Gedankenspiele betrachtete denn als wirkliche technische Voraussagen) und der Phantastik verknüpft, und beim Lesen dieses Buches wird auch klar weshalb.

Es beinhaltet eine Sammlung von 15 Kurzgeschichten aus dem Zeitraum 1894 – 1904, die alle zur Hochphase seiner phantastischen Werke gehören. Die Form der Kurzgeschichten ist bereits dieselbe, die in heutigen Sammlungen verwendet wird, und der Erzählstil der Geschichten ist ebenfalls vertraut;  in den meisten Fällen ist es ein Erzähler, der merkwürdige Ereignisse für die Leserschaft festhält. Das dieses Stilmittel zu dieser Zeit sehr beliebt war, kann man auch an den bekannten Sherlock-Holmes-Romanen sehen, bei denen Watson diese Rolle einnimmt.

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