Archiv für ‘Film Noir’ Kategorie

Filmkritik: Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen

Beitrag von phil 15 - März - 2010

New Orleans ein Jahr nach Katrina. Der gerade zum Lieutenant beförderte Cop Terence McDonagh (Nicolas Cage) leidet aufgrund eines Unfalls an großen (Rücken-)Schmerzen, die er wahrscheinlich den Rest seines Lebens nicht mehr los werden wird. Der Preis für einen erfolgreichen Rettungsversuch noch während der Hochwasserflut. Helfen anfangs noch starke Schmerzmittel, flüchtet sich McDonagh mehr und mehr in die heilsverkündende Umarmung von Drogen, die ihn mehr und mehr vereinnahmen Gefangen nehmen. Sein eigentlicher Auftrag, die Suche nach dem Drogendealer Big Fate, der eine Familie afrikanischer Immigranten ermorden ließ, gerät dabei zusehends in den Hintergrund…

Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen ist das Remake eines achtbaren, aber in letzter Konsequenz viel zu konventionellen Films von 1992. Damals noch mit Harvey Keitel in der Hauptrolle. Werner Herzog, bekannt und geachtet für seine Autorenfilme und vor allem für den bändigenden Charakter seiner Regiearbeiten mit Klaus Kinski (Fitzcarraldo, Aguirre, der Zorn Gottes, Nosferatu – Phantom der Nacht), inszeniert den Stoff als eigene Interpretation des Pulp Genres im Stile von James Ellroys Romanen (Die schwarze Dahlie, L.A. Confidential – Stadt der Teufel) und deren Verfilmungen. Ebenso wie Ellroy bedient sich Herzog eines lakonischen Sprachgestus sowie einer Verrohung der Charaktere und der Gesellschaft. Doch während in Ellroys Romanen meist die Institutionen Staat und Polizei als verkommene und degenerierte Organe dargestellt werden, die Hauptprotagonisten jedoch trotz ihrer offensichtlichen Verfehlungen und Makel letztlich menschliche oder auch heldenhafte Züge offenbaren, zeigt Herzog den Niedergang des Anti-Helden in Form einer abwärts gerichteten Spirale bestehend aus Gewalt, Sex, Drogen und Glücksspiel. New Orleans, bereits vor der Katrina-Katastrophe für seine atmosphärische Dichte bekannt, erhält durch den zerstörenden Charakter des Hurrikans eine nochmalige Erhöhung seines Mystizismus und seiner Düsternis. Herzog weiß das für sich und für seinen Film zu nutzen.

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Hyperrealität ist das Abbild von etwas, dass es in der Realität nicht gibt. Sozusagen ein Simulacrum, also ein Konzept produktiver Phantasie – wenn man es positiv betrachtet. Der Kurzfilm Nuit Blanche thematisiert genau diese Form von modifizierter Realität, um uns im Film-Noir-Stil und in Superzeitlupe die Überhöhung eines bestimmten Moment vorzuführen. Grandios in Szene gesetzt, sehr gefühlvoll und ein optischer Augenschmaus.

Nuit Blanche from Spy Films on Vimeo.

Quelle: Kueperpunk

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L.A. Noire – Grand Theft Auto in den 50ern

Beitrag von phil 9 - Februar - 2010

Die Spieleschmiede Rockstar, die mit der Grand Theft Auto Reihe Maßstäbe gesetzt hat, bringt nun mit L.A. Noire einen Ableger der Game-Reihe unters Volk. Das besondere daran: L.A. Noire spielt in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Der nachfolgende Trailer beinhaltet leider nur eine Cutscene und keine Ingame-Szenen. Von daher lässt sich im ersten Moment schwer abschätzen, wie sehr man sich hinsichtlich des Gameplays und -Designs an GTA orientiert hat. Interessant ist das Szenario allerdings in jedem Fall.

Quelle: Clockworker

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Es gibt keinen Ton

Beitrag von chrisch 2 - Dezember - 2009

Unsere getreuen Korrespondenten haben uns erneut einen Link auf ein hervorragendes Youtube-Video zukommen lassen, das unbedingt eine Erwähnung verdient. Hm, bei näherer Betrachtung scheinen sich so ungefähr 80% all unserer Einträge um Youtube-Videos zu drehen…

Als heutigen Nonsens möchten wir hier auf eine russische Matrix-Parodie oder vielleicht auch -Hommage hinweisen, die besagten Meilenstein in die Zeit der Stummfilme Chaplins zurückversetzt. Und alle wichtigen philosophischen Aussagen sind auch schon drin :)

Finden wir übrigens in seiner Rückwärtsgewandheit stilistisch – keineswegs thematisch – verwandt zu den Neu-Alt-Verfilmungen des Cthulhu-Mythos und den Whisperer.

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Filmkritik: Bei Anruf Mord

Beitrag von phil 11 - November - 2009

bei_anruf_mordWir schreiben das Jahr 1953. Alfred Hitchcock ist in der Öffentlichkeit noch lange nicht der Ausnahmeregisseur, zu dem er Jahrzehnte später gemacht werden wird. Seine großen Werke Vertigo, Das Fenster zum Hof, Die Vögel, Psycho oder auch Der unsichtbare Dritte sollen erst kurz darauf oder Jahre später folgen. Nachdem die ersten Drehbuchversuche zu einem Projekt mit dem Namen Bramble Bush für Hitchcock alles andere als zufriedenstellen verlaufen, nimmt er aus reinem Opportunismus eine Auftragsarbeit entgegen, um – laut eigener Aussage – “auf Nummer sicher zu gehen”. Das Stück nannte sich Dial M For Murder und war zum damaligen Zeitpunkt ein sehr erfolgreiches Stück am berühmten Broadway.

Ein semi-erfolgreicher Tennisspieler ohne große Zukunftsperspektiven hat im Laufe der Jahre eine vermögende Frau geheiratet und so seine Schäfchen vermeintlich ins Trockene gebracht. Durch Zufall und eine gehörige Portion Misstrauen erfährt er jedoch von einer Romanze zwischen seiner Frau und einem erfolgreichen Krimi-Autor. Damit beginnt ein perfider Plan: Er beschließt seine Frau umzubringen bzw. umbringen zu lassen. Ein ehemaliger Schulkamerad mit zwielichtigem Hintergrund wird erpresst und dazu gezwungen die Tat für ihn auszuführen. Minutiös wird der Mord geplant. Doch es kommt wie es kommen muss. Der ausgeklügelte Plan misslingt und die junge Frau tötet im Eifer des Gefechts den Eindringling. Der Ehemann antizipiert voller Enttäuschung die neue Situation und versucht, die Tötung aus Notwehr seiner Frau geschickt als kaltblütigen Mord anzuhängen…

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Spider-Man Noir

Beitrag von phil 23 - Oktober - 2008

Sehr schönes Cover für die 2. Ausgabe der Spider-Man Noir Reihe. Man könnte das Cover zwar auch unter dem Titel Spider-Man Ninja verkaufen, aber Stil hat es auf jeden Fall.

Spider-Man Noir

(via)

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