Archiv für ‘Horror’ Kategorie

Filmkritik: Vinyan

Beitrag von phil 5 - Februar - 2010

Vinyan, so nennt man die Seele eines Menschen, der eines grausamen Todes gestorben ist. Die Seele findet keine Ruhe und – so ist es allgemeiner Volksglaube in Thailand – verkehrt zum Bösen. Ein französisches Ehepaar hat ihren Sohn in den Flutwellen des Tsunamis verloren. Während sich der Vater und Ehemann (Rufus Sewell) mit dem Tod des Jungen bereits abgefunden zu haben scheint, konnte seine Frau Jeanne (Emmanuelle Béart) das schreckliche Ereignis noch nicht verarbeiten und klammert sich weiter an die Hoffnung an ein mögliches Überleben ihres einzigen Kindes. Der Glaube daran wird durch ein Video über obdachlose Kinder in Burma verstärkt, in dem sie ihren Sohn wieder zu erkennen glaubt. Jeanne überredet ihren Mann Paul zu einer kostspieligen Expedition nach Burma und zu einer Suche ins Herz des Dschungels jenseits jeglicher Zivilisation…

Der belgische Regisseurs Fabrice de Welz verarbeitet in Vinyan mehrere Motive und Handlungsebenen. Der Tod im Allgemeinen und der Verlust eines geliebten Menschen im Speziellen führen mehrere Stufen der Trauer nach sich. Durch die Reise in die “grüne Hölle” und die Abkehr von der Zivilisation, der zunehmenden Entfremdung, Desorientierung und immer stärker aufkommenden Beklemmung, erschafft de Welz eine allegorische Ebene auf der er seine Figuren neben dem emotionalen Aspekt auch die verschiedenen Verhaltensaspekt der Trauer durchleben und erleiden lässt. Doch während es in der Realität meist einen Ausweg aus bzw. eine Überwältigung oder Verarbeitung der Trauer gibt, verlieren sich Jeanne und Paul immer tiefer in diesem Sog aus negativen Gefühlen und finden keinen Ausweg. Die Reise in den burmesischen Dschungel steht dabei sinnbildlich für die Reise in das Herz das Finsternis.

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Retro-Artworks: Monster mit Bräuten

Beitrag von phil 4 - November - 2009

carry onWir alle kennen das: Ein Monster, ein Vampir, ein Zombie oder hin und wieder auch ein kantiger Roboter mit einer (meist bewusstlosen) Frau im Arm. Dieses Bildnis wurde schon oft bemüht und ziert die Oberfläche unzähliger B-Movie Poster, Comic-Cover und ist als Motiv vor allem aus den den unzähligen King Kong Verfilmungen bekannt. Es verdeutlicht auf den ersten Blick eine (wie auch immer geartete) Beziehung zwischen Monster und Frau, symbolisiert in der Regel dessen menschlich anmutendes Inneres im Gegensatz zum meist abstossenden Äußeren. Dabei wird geschickt offengelassen, ob es sich bei dem Monster um Täter oder Opfer handelt.

So oder so ähnlich könnte die ursprüngliche Intention des bekannten Motivs ausgesehen haben. Seit seinem ersten Auftreten in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es bis in die späten 60er Jahre erstaunlich oft verwendet und erfuhr dabei eine ebenso erstaunliche Bedeutungsänderung. Diente es Anfangs noch der nicht sehr subtilen aber dennoch symbolisch interessanten Darstellung von Divergenzen und Dramatik, wurde das Bildnis mehr und mehr zu einer Karikatur seiner selbst und kann heute im Grunde nur noch unter retrospektiven Gesichtspunkten verwendet werden.

Nichtsdetotrotz sind die diversen Artworks stilistisch sehr interessant und lohnen mehr als nur einen Blick.

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fmmm1cPünktlich zu Halloween konnten wir ein Monster Make-Up Handbuch aus dem Jahre 1965 ausfindig machen. Darin enthalten sind 16 Anleitungen und 250 Bilder zu diversen grotesken Vintage Monster-Masken bzw. Make-Ups. Man beachte nur den hinreißenden Easy-To-Follow-Photoguide vom Titelblatt. Aber mal ehrlich: Mit einigen der Masken hätte man durchaus Chancen gehabt, eine Rolle in einem der früheren B-Movies zu ergattern. Wer mehr sehen will, der werfe einen Blick in die nachfolgende Galerie.

Via: Deadlicious und Magic Carpet Burn

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Retro-Trailer: Alien (1979)

Beitrag von phil 30 - April - 2009

Rajko Burchardt vom FROM BEYOND-FILMBLOG pflegt seit einiger Zeit eine nette kleine Beitragsreihe unter dem Titel Lieblingstrailer, in der er – wie der Name schon sagt – seine liebsten Filmtrailer kurz vorstellt. Sein letzter Beitrag zeigt einen Alien-Trailer aus dem Jahr 1979 und nachdem ich mir den angeschaut hab, bin ich der Meinung, den auch an unsere Leser weitergeben zu müssen. Seit langer Zeit hab ich nicht mehr so einen guten und vor allem atmosphärisch dichten Trailer gesehen.

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Filmkritik: My Name is Bruce

Beitrag von phil 14 - April - 2009

my_name_is_bruceBruce Campbell kennt mittlerweile jeder, oder?! Für all diejenigen, bei denen es noch nicht längst “klick” gemacht hat: Das ist dieser unglaublich sympathische und für seine machohaften Oneliner bekannte B-Movie Darsteller, der in den 80ern mit der Evil Dead Trilogie (Tanz der Teufel I + II, Armee der Finsternis) selbst hierzulande eine große Fangemeinde um sich scharen konnte. In den 90ern wurde es um Campbell merklich ruhiger, bis er dann 2002 mit dem ebenso trashigen wie lustigen Bubba Ho-Tep (In Deutschland erst 2006 auf DVD erschienen) um die Ecke kam und sowohl B-Movie Veteranen als auch trashaffine Kritiker für sich gewinnen konnte. Bereits im Jahr 2007 folgte dann mit My Name is Bruce die Parodie auf sich selbst, der Anfang 2009 auch endlich bei uns auf DVD erschienen ist. Zeit für uns einen Blick darauf zu werfen.

Durch Zufall erwecken in dem 300-Seelen-Kaff Gold Lick vier Teenager den chinesischen Dämon Guan-di zum Leben und bezahlen dies mit Ausnahme von Jeff (Taylor Sharpe) direkt mit dem Tod. Als auch weitere Dorfbewohner Guan-di zum Opfer fallen, kommt dem Campbell-Fan Jeff die rettende Idee: Seine Ikone soll den Dämon besiegen. Und so entführt er kurzerhand Bruce Campbell, der gerade in den Dreharbeiten der üblen Trashgranate „Cave Alien 2“ steckt. Angekommen in Gold Lick, nimmt Bruce die Aufgabe unter der Annahme, es handle sich um einen Geburtstags-Gag seines Agenten, an, gibt vor den Bewohnern den toughen Helden und baggert nebenbei Jeffs Mutter (Grace Thorsen) an – bis er dann Guan-di gegenübersteht…

Quelle: Filmstarts.de

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Das Schaf des Manuel Calavera

Beitrag von chrisch 2 - April - 2009

An dieser Stelle wollen wir erneut unseren geschätzten untoten Korrespondenten danken, die uns immer wieder auf sehenswerte Dinge hinweisen. In diesem Fall ein Schaf, dem eine Halloweenmaske übergestülpt wurde und nun unfreiwillig – und ohne selbst so recht zu verstehen, warum – seine Artgenossen herumscheucht, denen das nicht geheuer ist. Wir mussten sofort an Grim Fandango denken, sowohl wegen der schädelartigen Maske als auch der Mischung aus Makabrem und Humor. Und dem leichten Nachgeschmack an Seltsamheit.

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Filmkritik: Dead Snow

Beitrag von phil 16 - März - 2009

dead-snowFranklyn war nicht der einzige Film, den wir uns auf der Veranstaltung Fantasy Filmfest Nights in Stuttgart anschauen wollten und da passte es wunderbar ins Bild, dass direkt im Anschluss Dead Snow gezeigt wurde. Manch einer wird sich noch an den abstrusen Trailer erinnern, den wir vor einiger Zeit unter dem Titel Nazi Zombies from outer Space – in Anlehnung an Ed Wood’s Plan 9 from outer Space – rausgehauen haben. Dieses irrsinnige Szenario aus Schnee, Bergen, einer handvoll junger Menschen und einer ganzen Horde fahler Untoter in SS Uniformen hat uns so nachhaltig “beeindruckt”, dass wir um die ausführliche Begutachtung dieses Machwerks nicht herum kommen konnten. Das Szenario bzw. die Geschichte ist dabei ebenso simpel wie stumpfsinnig, versprach allerdings einen wirklich unterhaltsamen Kinoabend:

Eine Reihe frivoler und infantiler, norwegischer Medizinstudenten verschlägt es für ein Wochenende in eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Soetwas wie Handy-Empfang ist – absolut obligatorisch für einen solchen Film – natürlich nicht vorhanden und so kann das Unheil getrost seinen Lauf nehmen. Was die Jungs und Mädels nämlich nicht wissen ist die Tatsache, dass hier zur Zeit des zweiten Weltkriegs annähernd 300 Nazi-Schergen unter der Leitung eines gewissen Oberst Herzog den Tod fanden. Nebenbei existiert da auch noch ein kleiner aber feiner Goldschatz, der damals mit ein Auslöser für die dramatischen Ereignisse war und über den unsere ahnungslosen Studenten natürlich stolpern müssen. Es kommt wie es kommen muss: Der Schatz führt zur Erweckung der Untoten und damit zum ebenfalls obligatorischen Zehn kleine Negerlein-Prinzip (Bitte entschuldigt, die in diesem Zusammenhang politisch nicht korrekte Wortwahl!), mit dem nun ein munteres Stelldichein aus Spannung, Splatter-Elementen und Situationskomik einhergeht.

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Onkel Zom’s Hütte

Beitrag von chrisch 15 - März - 2009

fido_filmposter1Wir haben schon viel zu lange nichts mehr über Zombies geschrieben, und das geziemt sich nun überhaupt nicht für einen Blog der Untoten. Da trifft es sich gut, dass wir jüngst in die Videothek geschlurft sind, um einenn möglichst irrsinnigen Film auszuleihen. Nach einigem Hin und Her haben wir auch was Angemessenes gefunden: Fido. Ein toller Name für einen Zombie-Film. Und so sieht das Cover aus:

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World War Z – Movie und Artworks

Beitrag von phil 11 - Februar - 2009

worldwarzErst vor wenigen Tagen habe ich mit dem epischen Zombie Roman World War Z begonnen und da ich von dem bisher gelesenen sehr begeistert bin, habe ich etwas recherchiert und bin flux auf eine Meldung gestossen, die erst wenige Tage alt ist: Zum Roman von Max Brooks soll es eine filmische Umsetzung geben. Die in diesem Zusammenhang gefundenen Concept Artworks machen in jeden Fall einen interessanten Eindruck. Die deutsche Übersetzung des Romans soll jedoch – wenn man den Quellen im Internet Glauben schenken darf – nicht sonderlich gelungen sein. Allein schon der übersetzte Titel ist irreführend und schlicht unstimmig: “Wer länger lebt, ist später tot: Operation Zombie”. Das klingt eher nach einer Zombie-Parodie wie beim Film Dance of the Dead und ist meiner Meinung nach völlig daneben. Mich hat das letztlich dazu bewogen, das Original zu kaufen. Vielleicht folgt hierzu in Kürze an dieser Stelle ein entsprechendes Review.

Boris Karloff Tales of Mystery – Vintage Comic Covers

Beitrag von phil 11 - Februar - 2009

file0077Boris Karloff dürfte den meisten Movie- und vor allem Horror-Fans auch heutzutage noch ein Begriff sein. Der britische Theater- und Filmschauspieler erlangte vor allem durch seine Rolle als Frankenstein, aber auch durch Filme wie beispielsweise Die Mumie (1932), Der Henker von London (1939) oder diverse andere Horror-Filme weltweite Berühmtheit. Was uns in diesem Zusammenhang bislang entgangen ist, ist die Tatsache, dass es damals auch eine Reihe von sehr strangen Mystery- und Horror-Geschichten im Graphic-Novell Format gegeben hat, für die Karloff’s Name herhalten musste/durfte. Über die Qualität der Hefte können wir an dieser Stelle keine Angaben machen, aber rückblickend betrachtet sind die Cover-Artworks wirklich sehenswert. Mehr davon gibt’s bei it’s deadlicious.

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