Vinyan, so nennt man die Seele eines Menschen, der eines grausamen Todes gestorben ist. Die Seele findet keine Ruhe und – so ist es allgemeiner Volksglaube in Thailand – verkehrt zum Bösen. Ein französisches Ehepaar hat ihren Sohn in den Flutwellen des Tsunamis verloren. Während sich der Vater und Ehemann (Rufus Sewell) mit dem Tod des Jungen bereits abgefunden zu haben scheint, konnte seine Frau Jeanne (Emmanuelle Béart) das schreckliche Ereignis noch nicht verarbeiten und klammert sich weiter an die Hoffnung an ein mögliches Überleben ihres einzigen Kindes. Der Glaube daran wird durch ein Video über obdachlose Kinder in Burma verstärkt, in dem sie ihren Sohn wieder zu erkennen glaubt. Jeanne überredet ihren Mann Paul zu einer kostspieligen Expedition nach Burma und zu einer Suche ins Herz des Dschungels jenseits jeglicher Zivilisation…
Der belgische Regisseurs Fabrice de Welz verarbeitet in Vinyan mehrere Motive und Handlungsebenen. Der Tod im Allgemeinen und der Verlust eines geliebten Menschen im Speziellen führen mehrere Stufen der Trauer nach sich. Durch die Reise in die “grüne Hölle” und die Abkehr von der Zivilisation, der zunehmenden Entfremdung, Desorientierung und immer stärker aufkommenden Beklemmung, erschafft de Welz eine allegorische Ebene auf der er seine Figuren neben dem emotionalen Aspekt auch die verschiedenen Verhaltensaspekt der Trauer durchleben und erleiden lässt. Doch während es in der Realität meist einen Ausweg aus bzw. eine Überwältigung oder Verarbeitung der Trauer gibt, verlieren sich Jeanne und Paul immer tiefer in diesem Sog aus negativen Gefühlen und finden keinen Ausweg. Die Reise in den burmesischen Dschungel steht dabei sinnbildlich für die Reise in das Herz das Finsternis.
Wir alle kennen das: Ein Monster, ein Vampir, ein Zombie oder hin und wieder auch ein kantiger Roboter mit einer (meist bewusstlosen) Frau im Arm. Dieses Bildnis wurde schon oft bemüht und ziert die Oberfläche unzähliger B-Movie Poster, Comic-Cover und ist als Motiv vor allem aus den den unzähligen King Kong Verfilmungen bekannt. Es verdeutlicht auf den ersten Blick eine (wie auch immer geartete) Beziehung zwischen Monster und Frau, symbolisiert in der Regel dessen menschlich anmutendes Inneres im Gegensatz zum meist abstossenden Äußeren. Dabei wird geschickt offengelassen, ob es sich bei dem Monster um Täter oder Opfer handelt.
Pünktlich zu Halloween konnten wir ein Monster Make-Up Handbuch aus dem Jahre 1965 ausfindig machen. Darin enthalten sind 16 Anleitungen und 250 Bilder zu diversen grotesken Vintage Monster-Masken bzw. Make-Ups. Man beachte nur den hinreißenden Easy-To-Follow-Photoguide vom Titelblatt. Aber mal ehrlich: Mit einigen der Masken hätte man durchaus Chancen gehabt, eine Rolle in einem der früheren B-Movies zu ergattern. Wer mehr sehen will, der werfe einen Blick in die nachfolgende Galerie.
Bruce Campbell kennt mittlerweile jeder, oder?! Für all diejenigen, bei denen es noch nicht längst “klick” gemacht hat: Das ist dieser unglaublich sympathische und für seine machohaften Oneliner bekannte B-Movie Darsteller, der in den 80ern mit der Evil Dead Trilogie (Tanz der Teufel I + II, Armee der Finsternis) selbst hierzulande eine große Fangemeinde um sich scharen konnte. In den 90ern wurde es um Campbell merklich ruhiger, bis er dann 2002 mit dem ebenso trashigen wie lustigen Bubba Ho-Tep (In Deutschland erst 2006 auf DVD erschienen) um die Ecke kam und sowohl B-Movie Veteranen als auch trashaffine Kritiker für sich gewinnen konnte. Bereits im Jahr 2007 folgte dann mit My Name is Bruce die Parodie auf sich selbst, der Anfang 2009 auch endlich bei uns auf DVD erschienen ist. Zeit für uns einen Blick darauf zu werfen.
Wir haben schon viel zu lange nichts mehr über Zombies geschrieben, und das geziemt sich nun überhaupt nicht für einen Blog der Untoten. Da trifft es sich gut, dass wir jüngst in die Videothek geschlurft sind, um einenn möglichst irrsinnigen Film auszuleihen. Nach einigem Hin und Her haben wir auch was Angemessenes gefunden: Fido. Ein toller Name für einen Zombie-Film. Und so sieht das Cover aus:
Erst vor wenigen Tagen habe ich mit dem epischen Zombie Roman World War Z begonnen und da ich von dem bisher gelesenen sehr begeistert bin, habe ich etwas recherchiert und bin flux auf eine Meldung gestossen, die erst wenige Tage alt ist: Zum Roman von Max Brooks soll es eine filmische Umsetzung geben.
Boris Karloff dürfte den meisten Movie- und vor allem Horror-Fans auch heutzutage noch ein Begriff sein. Der britische Theater- und Filmschauspieler erlangte vor allem durch seine Rolle als Frankenstein, aber auch durch Filme wie beispielsweise Die Mumie (1932), Der Henker von London (1939) oder diverse andere Horror-Filme weltweite Berühmtheit. Was uns in diesem Zusammenhang bislang entgangen ist, ist die Tatsache, dass es damals auch eine Reihe von sehr strangen Mystery- und Horror-Geschichten im Graphic-Novell Format gegeben hat, für die Karloff’s Name herhalten musste/durfte. Über die Qualität der Hefte können wir an dieser Stelle keine Angaben machen, aber rückblickend betrachtet sind die Cover-Artworks wirklich sehenswert. Mehr davon gibt’s bei