Archiv für ‘Horror’ Kategorie

Bright Falls – Alan Wake Prequel in 6 Teilen

Beitrag von phil 28 - Dezember - 2010

Twin Peaks setzte im Bereich der Mystery-Serien Maßstäbe und hatte maßgeblichen Anteil an dem Erfolg späterer Produkte wie beispielsweise Akte X. Skurille Charaktere, surreale Handlungsabläufe, düstere Grund-Atmosphäre. All das sind die essentiellen Bestandteile, die Lynchs Mini-Serie ausmachten und seit der Zeit in dieser Dichte kaum wieder erreicht wurden. Bis Alan Wake kam.

Das Xbox 360 Game schaffte dieses Jahr bereits erfolgreich den Spagat zwischen Stephen King und David Lynch. Trotz mancher spielerischer Schwächen. Und um das Spiel im Vorfeld zu promoten wurden 6 kleine Webisodes unter dem Titel Bright Falls geschaffen, die die Stimmung des Spiels und seine thematische Ausrichtung sehr gut einfangen. Definitiv sehenswert!

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Der Löffel des Todes löffelt zurück

Beitrag von phil 24 - Juni - 2010

Vor einiger Zeit zog eine abstruse Horrorfilm-Parodie mit dem Namen The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale konzentrische Kreise im Netz und erfreute sich auch bei uns sehr großer Beliebtheit (siehe Artikel: Der Löffel des Todes).

Wie das bei Horrorfilmen nun mal so ist, sind Fortsetzungen bei Erfolg kaum zu vermeiden. So auch hier. Doch diesmal schlägt das Opfer zurück:The horribly slow murdered Person fights back (with an extremely inefficient Weapon)

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Last Call – Der erste interaktive Horrofilm

Beitrag von phil 30 - März - 2010

Wenn heutzutage von interaktiven Filmen gesprochen wird, lässt das den modernen Zuschauer in der Regel kalt. Alle haben noch die ersten zaghaften Versuche vor Augen, mit Hilfe der Fernbedienung an bestimmten Stellen eines Films die Handlung zu bestimmen. In der Regel waren das simple A, B Entscheidungen und so richtig durchgesetzt hat sich diese Form der interaktiven Unterhaltung auch nie. Das könnte sich schon bald ändern.

Mit Last Call soll der interaktive Filme eine Grunderneuerung erhalten. Das Konzept, die Handlung durch relativ einfach gestrickte Entscheidungsszenarien zu beeinflussen, bleibt dabei die gleiche. Der große Unterschied besteht in der Integration des Zuschauers: Der Protagonist telefoniert mit dem Zuschauer und setzt dessen Befehle mittels einer ausgereiften Sprachsteuerung in die Tat um. Der Film wird dadurch mehr und mehr zu einem interaktiven Videospiel mit realen Schauspielern. Die emotionale Bindung des Zuschauers an die Handlungen des Protagonisten und die simulierte Teilnahme an den Ereignissen soll dabei zu einem wesentlich intensiveren Erlebnis führen.

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2009 kam ja bereits der Jane Austen Zombie Remix Pride and Prejudice and Zombies heraus. Kein Film wohlgemerkt, sondern ein amüsanter Zombie-Roman. Das Prinzip eines Mashups aus klassischer Literatur und moderner Untoten-Action scheint sich bezahlt gemacht zu haben. Können wir nicht wirklich beurteilen, da wir das Buch nicht gelesen haben, aber gut.

Was wir an dem Beispiel des Nachfolgeromans Pride and Prejudice and Zombies: Dawn of the Dreadfuls zeigen möchte, ist ein Trend in der sich momentan wie ein roter Faden durch die Literatur-Industrie zieht: Für Bücher, die ein potentiell junges und Internet affines Publikum ansprechen werden richtig aufwendige Trailer produziert. Und die Rechnung scheint durchaus aufzugehen, auch wenn ich gestehen muss, dass mich ein solcher Trailer nicht wirklich zum Buchkauf anregt. Zumindest nicht bewusst. Es ist immerhin ein völlig anderes Medium, welches in seinen Charakteristika nicht miteinander zu vergleichen ist. Die Idee und die Umsetzung ist in diesem speziellen Fall allerdings gelungen.

Den Trailer zu Pride and Prejudice and Zombies: Dawn of the Dreadfuls wollen wir euch dennoch nicht vorenthalten.

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Filmkritik: Vinyan

Beitrag von phil 5 - Februar - 2010

Vinyan, so nennt man die Seele eines Menschen, der eines grausamen Todes gestorben ist. Die Seele findet keine Ruhe und – so ist es allgemeiner Volksglaube in Thailand – verkehrt zum Bösen. Ein französisches Ehepaar hat ihren Sohn in den Flutwellen des Tsunamis verloren. Während sich der Vater und Ehemann (Rufus Sewell) mit dem Tod des Jungen bereits abgefunden zu haben scheint, konnte seine Frau Jeanne (Emmanuelle Béart) das schreckliche Ereignis noch nicht verarbeiten und klammert sich weiter an die Hoffnung an ein mögliches Überleben ihres einzigen Kindes. Der Glaube daran wird durch ein Video über obdachlose Kinder in Burma verstärkt, in dem sie ihren Sohn wieder zu erkennen glaubt. Jeanne überredet ihren Mann Paul zu einer kostspieligen Expedition nach Burma und zu einer Suche ins Herz des Dschungels jenseits jeglicher Zivilisation…

Der belgische Regisseurs Fabrice de Welz verarbeitet in Vinyan mehrere Motive und Handlungsebenen. Der Tod im Allgemeinen und der Verlust eines geliebten Menschen im Speziellen führen mehrere Stufen der Trauer nach sich. Durch die Reise in die “grüne Hölle” und die Abkehr von der Zivilisation, der zunehmenden Entfremdung, Desorientierung und immer stärker aufkommenden Beklemmung, erschafft de Welz eine allegorische Ebene auf der er seine Figuren neben dem emotionalen Aspekt auch die verschiedenen Verhaltensaspekt der Trauer durchleben und erleiden lässt. Doch während es in der Realität meist einen Ausweg aus bzw. eine Überwältigung oder Verarbeitung der Trauer gibt, verlieren sich Jeanne und Paul immer tiefer in diesem Sog aus negativen Gefühlen und finden keinen Ausweg. Die Reise in den burmesischen Dschungel steht dabei sinnbildlich für die Reise in das Herz das Finsternis.

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Retro-Artworks: Monster mit Bräuten

Beitrag von phil 4 - November - 2009

carry onWir alle kennen das: Ein Monster, ein Vampir, ein Zombie oder hin und wieder auch ein kantiger Roboter mit einer (meist bewusstlosen) Frau im Arm. Dieses Bildnis wurde schon oft bemüht und ziert die Oberfläche unzähliger B-Movie Poster, Comic-Cover und ist als Motiv vor allem aus den den unzähligen King Kong Verfilmungen bekannt. Es verdeutlicht auf den ersten Blick eine (wie auch immer geartete) Beziehung zwischen Monster und Frau, symbolisiert in der Regel dessen menschlich anmutendes Inneres im Gegensatz zum meist abstossenden Äußeren. Dabei wird geschickt offengelassen, ob es sich bei dem Monster um Täter oder Opfer handelt.

So oder so ähnlich könnte die ursprüngliche Intention des bekannten Motivs ausgesehen haben. Seit seinem ersten Auftreten in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es bis in die späten 60er Jahre erstaunlich oft verwendet und erfuhr dabei eine ebenso erstaunliche Bedeutungsänderung. Diente es Anfangs noch der nicht sehr subtilen aber dennoch symbolisch interessanten Darstellung von Divergenzen und Dramatik, wurde das Bildnis mehr und mehr zu einer Karikatur seiner selbst und kann heute im Grunde nur noch unter retrospektiven Gesichtspunkten verwendet werden.

Nichtsdetotrotz sind die diversen Artworks stilistisch sehr interessant und lohnen mehr als nur einen Blick.

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fmmm1cPünktlich zu Halloween konnten wir ein Monster Make-Up Handbuch aus dem Jahre 1965 ausfindig machen. Darin enthalten sind 16 Anleitungen und 250 Bilder zu diversen grotesken Vintage Monster-Masken bzw. Make-Ups. Man beachte nur den hinreißenden Easy-To-Follow-Photoguide vom Titelblatt. Aber mal ehrlich: Mit einigen der Masken hätte man durchaus Chancen gehabt, eine Rolle in einem der früheren B-Movies zu ergattern. Wer mehr sehen will, der werfe einen Blick in die nachfolgende Galerie.

Via: Deadlicious und Magic Carpet Burn

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Retro-Trailer: Alien (1979)

Beitrag von phil 30 - April - 2009

Rajko Burchardt vom FROM BEYOND-FILMBLOG pflegt seit einiger Zeit eine nette kleine Beitragsreihe unter dem Titel Lieblingstrailer, in der er – wie der Name schon sagt – seine liebsten Filmtrailer kurz vorstellt. Sein letzter Beitrag zeigt einen Alien-Trailer aus dem Jahr 1979 und nachdem ich mir den angeschaut hab, bin ich der Meinung, den auch an unsere Leser weitergeben zu müssen. Seit langer Zeit hab ich nicht mehr so einen guten und vor allem atmosphärisch dichten Trailer gesehen.

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Filmkritik: My Name is Bruce

Beitrag von phil 14 - April - 2009

my_name_is_bruceBruce Campbell kennt mittlerweile jeder, oder?! Für all diejenigen, bei denen es noch nicht längst “klick” gemacht hat: Das ist dieser unglaublich sympathische und für seine machohaften Oneliner bekannte B-Movie Darsteller, der in den 80ern mit der Evil Dead Trilogie (Tanz der Teufel I + II, Armee der Finsternis) selbst hierzulande eine große Fangemeinde um sich scharen konnte. In den 90ern wurde es um Campbell merklich ruhiger, bis er dann 2002 mit dem ebenso trashigen wie lustigen Bubba Ho-Tep (In Deutschland erst 2006 auf DVD erschienen) um die Ecke kam und sowohl B-Movie Veteranen als auch trashaffine Kritiker für sich gewinnen konnte. Bereits im Jahr 2007 folgte dann mit My Name is Bruce die Parodie auf sich selbst, der Anfang 2009 auch endlich bei uns auf DVD erschienen ist. Zeit für uns einen Blick darauf zu werfen.

Durch Zufall erwecken in dem 300-Seelen-Kaff Gold Lick vier Teenager den chinesischen Dämon Guan-di zum Leben und bezahlen dies mit Ausnahme von Jeff (Taylor Sharpe) direkt mit dem Tod. Als auch weitere Dorfbewohner Guan-di zum Opfer fallen, kommt dem Campbell-Fan Jeff die rettende Idee: Seine Ikone soll den Dämon besiegen. Und so entführt er kurzerhand Bruce Campbell, der gerade in den Dreharbeiten der üblen Trashgranate „Cave Alien 2“ steckt. Angekommen in Gold Lick, nimmt Bruce die Aufgabe unter der Annahme, es handle sich um einen Geburtstags-Gag seines Agenten, an, gibt vor den Bewohnern den toughen Helden und baggert nebenbei Jeffs Mutter (Grace Thorsen) an – bis er dann Guan-di gegenübersteht…

Quelle: Filmstarts.de

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Das Schaf des Manuel Calavera

Beitrag von chrisch 2 - April - 2009

An dieser Stelle wollen wir erneut unseren geschätzten untoten Korrespondenten danken, die uns immer wieder auf sehenswerte Dinge hinweisen. In diesem Fall ein Schaf, dem eine Halloweenmaske übergestülpt wurde und nun unfreiwillig – und ohne selbst so recht zu verstehen, warum – seine Artgenossen herumscheucht, denen das nicht geheuer ist. Wir mussten sofort an Grim Fandango denken, sowohl wegen der schädelartigen Maske als auch der Mischung aus Makabrem und Humor. Und dem leichten Nachgeschmack an Seltsamheit.

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