Archiv für ‘Science-Fiction’ Kategorie

Zwei interessante Artikel möchte ich in aller Kürze unseren Lesern ans Herz legen. Zum einen Stanley Kubrick – Die Verklärung ein Artikel der Zeit über die nie Realität gewordene Napoleon-Verfilmung Kubricks. Zum anderen Your Military Science Fiction Isn’t Really Military Science Fiction ein lesenswerter Rant über militärische Science-Fiction Szenarien und warum diese bislang sehr viel Potential ungenutzt lassen.

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Gelobet sei Tesla!

Beitrag von chrisch 4 - März - 2010

Wenn man lange genug in den Gefilden der elektronischen Popkultur unterwegs ist, wird man unweigerlich auf Referenzen zu Nikola Tesla und seinen Erfindungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik stoßen. Entweder in nüchterner Form durch Recherche, woher eigentlich diese selstame Größeneinheit in der Physik stammt, durch Steampunk-Literatur und möglicherweise ergänzende wissenschaftliche Artikel, oder auch einfach nur durch Videospiele – und wer die Untoten kennt, kann sich die wahrscheinlichste Option denken…

Selbstverfreilich sah unsere erste Begebnung mit Tesla’s verfremdeter Hinterlassenschaft so aus:

Ja, das gab’s tatsächlich. Mit Cinderella 2000 präsentierte man den damaligen SciFi-Nerds das passende Softcore-Musical im entsprechenden Space-Opera-Setting. Das Ergebnis – diese Schlussfolgerung lässt der Trailer definitiv zu – ist ein B-Movie allererster Güteklasse: Billige Effekte, schlechte Schauspieler… und das alles im stilechten 70er Jahre Look. Geek-Herz was willst du mehr?!

Quelle: io9

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Wir kennen das ja schon: Immer wieder heißt es, David Lynchs düstere und pervertierte Vision zu Frank Herberts Science-Fiction Meisterwerk Dune wäre aus Sicht des Autors ein Reinfall gewesen und dass sich Herbert im nachhinein immer wieder davon zu distanzieren versuchte. In einem Interview welches noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin des Films im Jahre 1984 gesendet wurde, erweist sich diese Erkenntnis allerdings als Trugschluss, denn Herbert merkt an, dass Lynchs Film in vielerlei Hinsicht besser wäre, als seine Vorlage. Erstaunlich!

To the author himself, though, the film succeeds at many levels, in some ways better than his novel. “As far as I’m concerned, the film is a visual feast,” he says in the interview, going on to explain that he wants to frame some of the film’s stills so he can have them around him. Herbert was heavily involved with the Lynch film, and even admits at one point that his own screenplay for Dune was horrible.

Quelle: io9.com

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Filmkritik: Surrogates

Beitrag von chrisch 1 - Februar - 2010

Filmtechnisch ist im Januar hierzulande etwas Außergewöhnliches passiert: es kamen zwei Filme ziemlich zeitgleich ins Kino, welche sich dieselbe Grund-Thematik teilen, sie aber auf zwei völlig unterschiedliche Weise angehen. Der erste gezeigte Film war Gamer, der zweite Surrogates. Auf Surrogates hatten wir zugegeben schon ein wenig gelauert, seit wir letzten Sommer im Kino die Vorschau gesehen hatten, aber da es kein großer Blockbuster war, kam die traditionelle Filmstartverschiebung von drei oder mehr Monaten dazwischen.

Nun hatten wir wegen eben dieses damaligen lautstarken Trailers befürchtet, dass Surrogates ein arges Action-Spektakel und damit recht überflüssig sein würde, denn wer bräuchte ehrlicherweise diesen Film noch, wenn bereits Gamer läuft? Erfreulicherweise ist er das ganz und gar nicht und schlägt einen deutlich andere Richtung ein.

Worum geht’s? Auch hier wird eine nicht allzuferne Zukunft beschrieben, in der die Menschheit eine künstliche Parallelwelt in völlig neuem Ausmaß erschaffen hat. Allerdings sind die Avatare – als die titelgebenden Surrogates bezeichnet – clever konstruierte Roboter, die von ihrem Benutzer bequem vom sicher abgeschotteten Stem Chair aus gesteuert werden können. Ursprünglich als hehre Protesen und Hilfskonstrukte für Behinderte gedacht, sind diese Surrogates inzwischen dank extensiver Vermarktung  quasi alles, vom Spielzeug über Statussymbol bis hin zur Kampfmaschine für heikle Militärmissionen, sie sind das soziale Herzstück des öffentlichen Lebens. Die Gesellschaft ist keine Dystopie, das Leben in ihr findet ebenso gewaltfrei wie künstlich statt; sie scheint sich an der Grenze zur Dekadenz zu bewegen, ohne sie jedoch zu überschreiten – noch.

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Filmkritik: Outlander

Beitrag von phil 28 - Januar - 2010

Ein Raumschiff strandet im Jahr 709 n. Chr. auf der Erde zur Zeit und im Land der Wikinger. Von den beiden Raumfahrern überlebt nur der heimatlose Kainan (James Caviezel) und eine außerirdische, drachengleiche und äußerst bösartige Kreatur, die sich auch gleich anschickt ein ganzes Dorf der Nordmänner um den grobschlächtigen Gunnar (Ron Perlman) in dessen Abwesenheit dem Erdboden gleich zu machen. Kainan wird von den Einheimischen Kriegern des benachbarten Dorfes um König Rothgar (James Hurt) gefangen genommen und steht unter dem Verdacht, für das Unheil verantwortlich zu sein. Doch die blutigen Todesopfer nehmen kein Ende. Kainan erarbeitet sich mühsam das Vertrauen der Krieger und Dorfbewohner und bläst zur großen Jagd auf das fremde Wesen mit dem Namen Morween.

Die einfältig anmutende Geschichte wurde in der bisherigen Kinogeschichte schon unzählige Male erzählt und beinhaltet das altbekannte Mann-gegen-Monster-Szenario, welches in Alien schon 1979 seinen Höhepunkt hatte. Auch wenn es dort natürlich Frau gegen Monster war. Doch eine weitaus ähnlichere Analogie zu Outlander stellt das angelsächsische Helden-Gedicht Beowulf dar, welches ebenfalls auf einige mehr oder minder gelungene filmische Umsetzungen zurückblicken kann. Doch während die düstere Verfilmung Beowulf (1999) mit Christopher Lambert in der Hauptrolle selbst die Bezeichnung B-Movie kaum verdiente und die computeranimierte Umsetzung Die Legende von Beowulf aus 2007 erstaunlich lieblos und blutleer in Erinnerung bleibt, wirkt der Genre-Mix aus klassischen Science-Fiction Elementen und Fantasy wahrlich erfrischend. Regisseur Howard McCain versucht erst gar nicht, dem Zuschauer den einfachen Stoff als etwas anderes zu verkaufen und bewegt sich innerhalb der stilistischen Grenzen überaus gekonnt ohne in zu trashige Gefilde abzutauchen.

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Filmkritik: Gamer

Beitrag von phil 26 - Januar - 2010

In einer nicht all zu fernen Zukunft hat sich eine neue Form von Rollenspiel etabliert. In den Spielwelten Society und Slayer haben Menschen, so genannte Gamer mittels modernster Technik die Möglichkeit, die Kontrolle über andere Individuen zu übernehmen und diese zu steuern. Während es in Society durchaus ethisch grenzwertig, aber nicht offenkundig gewalttätig zugeht und diese Form des Rollenspiels ohne ein universelles Spielziel stetig fortlaufend gespielt werden kann, kämpfen in Slayer zum Tode verurteilte Häftlinge in einer Art Real gewordenen Videospieladaption gegeneinander. Der Avatar, der als erster 30 Spielrunden in Slayer überlebt, erlangt seine Freiheit wieder. Kable (Gerard Butler) ist einer dieser Häftlinge, der bislang mit Hilfe seines Gamers 27 Runden bereits gewinnen konnte. Der Erfinder des Spiels Ken Castle (Michael C. Hall), hat jedoch keinerlei Interesse daran, Kable auch die verbleibenden 3 Spielrunden überleben zu lassen. Und dann ist da auch noch die Untergrund-Gruppe Humanz, die sich Guerilla- und Hacker-Taktiken bedienend immer wieder in die Geschehnisse in und um Slayer und Society einmischt…

Gamer entpuppt sich bereits nach wenigen Minuten als eine geschickt inszenierter Action-Film mit dystopischem Hintergrund. Die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor, die bereits mit dem Adrenalin geladenen und völlig überdrehten Crank im wahrsten Sinne des Wortes für Furore sorgen konnte, greifen für ihren neuesten Film aktuelle technologische und gesellschaftliche Entwicklungen auf und deklinieren deren Folgen bis hin zu ihrem überspitzten und pervertierten Höhepunkt vollends durch. Natürlich sind die Spielfiguren in Society hauptsächlich gescheiterte Existenzen bzw. entstammen sozial und wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungsteilen, die durch diese Form der Prostitution und der dadurch entstehenden Erniedrigungen versuchen, über die Runden zu kommen.

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Avatar – World of StarCraft

Beitrag von chrisch 28 - Dezember - 2009

Nachdem Camerons neues Werk nun schon fast zwei Wochen lang im Kino ist und wir auch gerade Urlaub haben, wollten wir die Disc (Streifen isses ja nimmer) endlich selbst sehen. Und wir fanden alles bestätigt, was Phil im vorigen Post beschrieben hat – ein bis an die Grenzen vollgeladener Technik-Spielplatz unter einem Ethno- und Fantasy-SciFi-Quirl. Am besten geeignet für Popcorn zu mampfen, wir hatten leider keines.

War aber nicht so schlimm, denn unsere Zielsetzung beim Filmschauen war eine ganz andere als die Durchleuchtung des eindimensionalen Plots oder der wirklich superben 3D-Effekte. Ehrlicherweise werden wir uns an Avatar nämlich als Film erinnern, der wie kein zweiter bisher direkt auf Videospieler abgestimmt ist.

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Filmkritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora (3D)

Beitrag von phil 21 - Dezember - 2009

avatar-movie-poster12 lange Jahre hat sich James Cameron Zeit gelassen, um sich anzuschicken das Kino, wie wir es kennen, zu revolutionieren. Derlei Ambitionen werden ihm zumindest nachgesagt und liegen aufgrund des historischen Erfolges von Titanic auch auf der Hand. Was sollte der Technokrat und selbsternannte “König der Welt” denn sonst noch erobern?

Inhaltlich bietet Avatar keinerlei Neuerungen, nicht den Hauch einer Innovation und greift ganz bewusst auf bewährte Erzähl-Schemata zurück. Gut gegen Böse, Invasoren gegen Einheimische, Fortschritt gegen Kultur, Kapitalismus gegen Natur: Das sind die wesentlichen Bausteine der Geschichte, die dem Zuschauer mit reichlich Ethno-Kitsch garniert serviert wird. Avatar ist damit die logische Konsequenz aus Filmen wie Der mit dem Wolf tanzt oder auch Dune – Der Wüstenplanet. Um so überraschender erscheint es da, dass trotz einer Spielzeit von annähernd drei Stunden keine der Figuren aus der schablonenhaften und stereotypen Charakterzeichnung ausbrechen kann. Cameron bietet dem Zuschauer einen visuellen, dreidimensionalen Höhepunkt nach dem anderen, während die Charaktere seiner Geschichte erschreckend eindimensional bleiben. Das wird den Zuschauer nicht daran hindern, sich mit großen Augen von der Schönheit der Bilder faszinieren zu lassen. Es schadet allerdings der Nachhaltigkeit des Films, der damit weit hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt.

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Interview: Wie David Lynch die Regie für Star Wars ablehnte

Beitrag von phil 12 - Dezember - 2009

Das mag man kaum glauben, aber George Lucas wollte seinerzeit David Lynch für die Regiearbeit zu Return of Jedi gewinnen. Warum es zu der Zusammenarbeit nicht gekommen ist und was David Lynch sonst alles zum Thema Star Wars zu berichten hat, seht ihr in folgendem Interview-Schnippsel. Schade eigentlich, denn ich stelle mir gerade eine Mischung aus Star Wars und Twin Peaks oder Star Wars und Lost Highway oder Star Wars und Mulholland Drive vor…. und die Idee gefällt mir. Spass beiseite: Gute Entscheidung, David!

Quelle: Fünf Filmfreunde

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