Die mehrfach mit dem Eisner-Award ausgezeichnete Comic-Reihe Fables soll in Kürze eine eigene TV-Serie bekommen. Zumindest wurde bereits ein entsprechender Pilot-Film in Auftrag gegeben. Die Geschichte des Pilot-Films soll sich um die Geschehnisse des ersten Fables-Bandes drehen und bietet damit einen guten Stoff, um dem Publikum die Serie und die Charaktere schmackhaft zu machen. Das Fables-Szenario wäre für eine TV-Adaption zumindest sehr interessant. Ob dann letztlich was daraus wird hängt dann natürlich davon ab, wie gut der Pilot beim amerikanischen Publikum ankommen wird. Wir sind gespannt, aber behalten uns eine gewissen Grund-Skepsis vor.
Fables, die TV-Serie… kommt vielleicht schon bald
Comic-Kritik: Fables #5 – Aufmarsch der Holzsoldaten
Im Vorfeld zu Fables #5 haben wir uns nochmals intensivst mit den vier vorhergehenden Bänden auseinandergesetzt. Fables begann sehr gut und konnte das hohe Anfangsniveau auch halten, wobei ein großer Teil der Faszination, der von Fables ausgeht, auf das ungewöhnliche und dabei einfallsreiche und skurille Szenario zurückzuführen ist. Der bisherige Verlauf der Geschichte war sehr interessant und ebenfalls von guten Einfällen geprägt. Bei unserem Review zu Fables #4 konnten wir hier allerdings erste Verschleißerscheinungen feststellen, wobei Fables nach wie vor als überdurchschnittlicher Comic angesehen werden kann. Wir sind gespannt in welche Richtung sich Fables #5 – Aufmarsch der Holzsoldaten bewegt: Hält der (leichte) Abwärtstrend an oder findet Fables zurück zu alter Stärke?
Die Geschichte um die Fables nimmt dramatische Wendungen, die das Leben aller für immer verändern werden: ist beispielsweise bei Red Riding Hoods Flucht alles mit rechten Dingen zugegangen? Und findet Bigby Wolf Beweise für ihre Schuld oder Unschuld? Welche Ziele verfolgt Prince Charming? Der Feind streckt seine Finger nach Fabletown aus und schickt eine Armee von Holzsoldaten, um die im Exil lebenden Fables zu erledigen. Kein Wunder also, dass nicht nur Pinocchio den Ansturm seiner “Artgenossen” mit mulmigem Gefühl entgegensieht…
ShareComic-Kritik: Fables #4 – Die letzte Festung
Eigentlich hatten wir angekündigt, momentan verstärkt die bisher erschienen Ausgaben der Sandman-Reihe zu besprechen. Aus diversen Gründen verschiebt sich das jedoch derzeit dauernd nach hinten, weswegen wir an dieser Stelle über einen weiteren Band von Fables schreiben werden. Zu Sandman werden wir in Kürze allerdings auch noch kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Zurück zu Fables und deren 4. Band “Die letzte Festung”, der sich verstärkt mit der Geschichte der Fables, genauer gesagt deren Vertreibung aus ihrer Heimat während des großen Krieges, auseinandersetzt. Im Mittelpunkt der ersten Hälfte dieser 120 Seiten steht der Fable mit dem Namen Blue Boy, der dem englischen Kinder-Reim “Little Blue Boy” entstammt. Ausgangspuntk der Geschichte ist eine Gedenkfeier zu Ehren derjenigen, die ihr Leben gelassen haben, damit die letzten überlebenden Fables ihre Welt wohlbehalten verlassen konnten. Blue Boy erzählt rückblickend seinen Part dieser dramatischen Geschichte. Das klingt im ersten Moment nicht sonderlich spannend, allerdings haben die Geschehnisse aus der damaligen Zeit direkte Auswirkungen auf die Handlung im zweiten Teil des Bandes…
Comic-Kritik: Fables #3 – Märchenhafte Liebschaften
Nach Band #2 folgt natürlich Band #3, der mit 192 Seiten die bisher längste Geschichte über Fabletown und seine Bewohner darstellt. Wie bei den Artikeln/Reviews über die ersten beiden Bände gilt auch hier: Wer die vorangengangenen Geschichten noch nicht gelesen hat, der sollte diesen Artikel nicht zu weit lesen, da wir unter Umständen, die eine oder andere Handlungspassage wieder aufgreifen werden und wir wollen doch niemandem die Spannung bzw. den Spass nehmen.
“Märchenhafte Liebschaften” beginnt mit einer Geschichte zur Zeit der Sezessionskriege. Sprich: Dem amerikanischen Bürgerkrieg. Diese Geschichte handelt von Jack Horner – wir erinnern uns: das war der mit den Bohnenranken – der sich zu der damligen Zeit als Betrüger und Gauner mehr recht als schlecht durchs Leben geschlagen hat und in der Geschichte auch noch den Tod auszutricksen versteht. Zum Glück ist das Märchen relativ kurz und damit schnell vorbei, denn irgendwie wirkt sie ohne Zusammenhang zu den restlichen Handlungen aus der Welt der Fables und ist damit recht langweilig. Bisher der erste Schwachpunkt der gesamten Reihe. Zum Glück erreicht der nachfolgende Handlungsstrang wieder das gewohnte Niveau und kann es vielleicht sogar noch steigern…
Comic-Kritik: Fables #2 – Farm der Tiere
Vor Kurzem hatten wir bereits eine ausführliche Kritik zum ersten Band von Fables präsentiert und führen die Reihe nun fort, indem wir auch den zweiten Band rezensieren. All denjenigen, die den ersten Band der Reihe noch nicht gelesen haben, es aber in absehbarer Zeit zu tun gedenken, raten wir allerdings vom Lesen der folgenden Absätze ab.
Der zweite Band von Fables knüpft nämlich direkt an die Geschehnisse von Band 1 an. Rose Red und Jack brummen ihre Strafe ab, die sie aufgrund der vorhergehenden Verwicklungen erhalten haben. Während Jack dazu verdammt wurde Sozialdienst zu leisten, wird Rose Red von ihrer Schwester und stellvertretenden Bürgermeisterin Snow White dazu verdonnert, mit ihr aufs Land zu fahren – genauer gesagt zur Farm, jenem Ort an dem die nicht-menschlichen Fables untergebracht sind und unter der Leitung von Weyland Smith (Wieland der Schmied) leben. Der Ausflug soll jedoch nicht nur der Zusammenführung der zwei entzweiten Schwestern dienen, sondern auch der Regelung einiger adminsitrativer Aufgaben von Seiten Snow Whites. Außerdem ist da noch Colin, eines der drei kleinen Schweinchen, welches in Band 1 von der Farm geflohen, in der Stadt aufgetaucht ist und nun im Zuge des “Ausflugs” wieder zur Farm deportiert werden soll. Wir erinnern uns: Nicht-menschliche Fables und solche, die keine Möglichkeit haben, ihr Aussehen anzupassen, müssen sich auf dem Farm-Gelände aufhalten. Auf der Farm angekommen ist jedoch nichts mehr so, wie es einmal war. Weyland Smith ist verschwunden und einige der Fables verhalten sich merkwürdig und sehr konspirativ. Dann wird auch noch Colin ermordet und sein Kopf auf einem Pfal aufgespießt gefunden…
Comic-Kritik: Fables – Legenden im Exil #1
Ein Comic über Märchenfiguren? Klingt im ersten Moment recht langweilig, aber der eigentliche Clou dieses Comics liegt eben in genau diesem Szenario.
Eine böse Macht im Universum ([Sarksmus on] mal ganz was Neues [Sarkasmus off]) hat nach und nach alle möglichen Welten erobert und als das Ganze auch mit der Welt der Märchenfiguren oder Fables, wie sie sich selbst nennen, passiert, sind diese armen Kreaturen gezwungen ihre Welt Hals über Kopf zu verlassen und in die Welt der Menschen überzusiedeln. In der Welt der Menschen sind sie sicher, denn anscheinend findet “das Böse” diese Sphäre so undenkbar langweilig, dass es von einer Invasion absieht. So weit so schlecht, aber das soll ja nur den Ausgangspunkt der Geschichte darstellen.