Der Löffel des Todes löffelt zurück

Beitrag von phil 24 - Juni - 2010

Vor einiger Zeit zog eine abstruse Horrorfilm-Parodie mit dem Namen The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale konzentrische Kreise im Netz und erfreute sich auch bei uns sehr großer Beliebtheit (siehe Artikel: Der Löffel des Todes).

Wie das bei Horrorfilmen nun mal so ist, sind Fortsetzungen bei Erfolg kaum zu vermeiden. So auch hier. Doch diesmal schlägt das Opfer zurück:The horribly slow murdered Person fights back (with an extremely inefficient Weapon)

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Last Call – Der erste interaktive Horrofilm

Beitrag von phil 30 - März - 2010

Wenn heutzutage von interaktiven Filmen gesprochen wird, lässt das den modernen Zuschauer in der Regel kalt. Alle haben noch die ersten zaghaften Versuche vor Augen, mit Hilfe der Fernbedienung an bestimmten Stellen eines Films die Handlung zu bestimmen. In der Regel waren das simple A, B Entscheidungen und so richtig durchgesetzt hat sich diese Form der interaktiven Unterhaltung auch nie. Das könnte sich schon bald ändern.

Mit Last Call soll der interaktive Filme eine Grunderneuerung erhalten. Das Konzept, die Handlung durch relativ einfach gestrickte Entscheidungsszenarien zu beeinflussen, bleibt dabei die gleiche. Der große Unterschied besteht in der Integration des Zuschauers: Der Protagonist telefoniert mit dem Zuschauer und setzt dessen Befehle mittels einer ausgereiften Sprachsteuerung in die Tat um. Der Film wird dadurch mehr und mehr zu einem interaktiven Videospiel mit realen Schauspielern. Die emotionale Bindung des Zuschauers an die Handlungen des Protagonisten und die simulierte Teilnahme an den Ereignissen soll dabei zu einem wesentlich intensiveren Erlebnis führen.

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Filmkritik: Vinyan

Beitrag von phil 5 - Februar - 2010

Vinyan, so nennt man die Seele eines Menschen, der eines grausamen Todes gestorben ist. Die Seele findet keine Ruhe und – so ist es allgemeiner Volksglaube in Thailand – verkehrt zum Bösen. Ein französisches Ehepaar hat ihren Sohn in den Flutwellen des Tsunamis verloren. Während sich der Vater und Ehemann (Rufus Sewell) mit dem Tod des Jungen bereits abgefunden zu haben scheint, konnte seine Frau Jeanne (Emmanuelle Béart) das schreckliche Ereignis noch nicht verarbeiten und klammert sich weiter an die Hoffnung an ein mögliches Überleben ihres einzigen Kindes. Der Glaube daran wird durch ein Video über obdachlose Kinder in Burma verstärkt, in dem sie ihren Sohn wieder zu erkennen glaubt. Jeanne überredet ihren Mann Paul zu einer kostspieligen Expedition nach Burma und zu einer Suche ins Herz des Dschungels jenseits jeglicher Zivilisation…

Der belgische Regisseurs Fabrice de Welz verarbeitet in Vinyan mehrere Motive und Handlungsebenen. Der Tod im Allgemeinen und der Verlust eines geliebten Menschen im Speziellen führen mehrere Stufen der Trauer nach sich. Durch die Reise in die “grüne Hölle” und die Abkehr von der Zivilisation, der zunehmenden Entfremdung, Desorientierung und immer stärker aufkommenden Beklemmung, erschafft de Welz eine allegorische Ebene auf der er seine Figuren neben dem emotionalen Aspekt auch die verschiedenen Verhaltensaspekt der Trauer durchleben und erleiden lässt. Doch während es in der Realität meist einen Ausweg aus bzw. eine Überwältigung oder Verarbeitung der Trauer gibt, verlieren sich Jeanne und Paul immer tiefer in diesem Sog aus negativen Gefühlen und finden keinen Ausweg. Die Reise in den burmesischen Dschungel steht dabei sinnbildlich für die Reise in das Herz das Finsternis.

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Zu Beginn unserer Zeit als kleines Mashup-Blog hatten wir mehrfach auf den exzellenten Stummfilm “The Call of Cthulhu” der H.P Lovecraft Historical Society hingewiesen. Nach dem Erfolg der Low-Budget Fan-Produktion war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Projekt der Lovecraft-Gesellschaft vor der Tür steht: Mit “The Whisperer in Darkness” wurde jetzt wieder eine Kurzgeschichte des Horror-Schriftstellers verfilmt. Ebenso wie bei “The Call of Cthulhu” natürlich im angemessenen Schwarz-Weiß-Retro-Look mit viel Schattenspiel nur eben nicht mehr als Stummfilm. Ob das der Atmosphäre bzw. dem Gesamterscheinungsbild einen Abbruch tut oder der ob der Film genauso zu überzeugen weiß, wie sein stummer Vorgänger, erfahren wir hoffentlich schon bald. Der Trailer ist schon mal sehr stilvoll, wenn auch etwas unspektakulär…

zombiesurvivalguideMein werter Kollege Chrisch hat es bereits vorgestellt: Den ultimativen Ratgeber rund um das Thema Zombies und Untote. Das Genre ist damit natürlich längst noch nicht durch und auch Max Brooks hat anscheinend noch die eine oder andere Idee in der Hinterhand. Diesem Anlass zur Folge wird es in Kürze auch ein Comic zum Ratgeber mit dem Titel Zombie Survival Guide: Recorded Attacks geben und damit genau die Thematik aufgreifen, die uns bereits seit längerem beschäftigt: Nämlich, wie denn eine verheerende Zombie-Invasion in bereits vergangenen Zeitaltern ausgesehen hätte. Das könnte wirklich spannend und reizvoll werden.

Via: Nerdcore

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Retro-Trailer: Alien (1979)

Beitrag von phil 30 - April - 2009

Rajko Burchardt vom FROM BEYOND-FILMBLOG pflegt seit einiger Zeit eine nette kleine Beitragsreihe unter dem Titel Lieblingstrailer, in der er – wie der Name schon sagt – seine liebsten Filmtrailer kurz vorstellt. Sein letzter Beitrag zeigt einen Alien-Trailer aus dem Jahr 1979 und nachdem ich mir den angeschaut hab, bin ich der Meinung, den auch an unsere Leser weitergeben zu müssen. Seit langer Zeit hab ich nicht mehr so einen guten und vor allem atmosphärisch dichten Trailer gesehen.

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Filmkritik: Dead Snow

Beitrag von phil 16 - März - 2009

dead-snowFranklyn war nicht der einzige Film, den wir uns auf der Veranstaltung Fantasy Filmfest Nights in Stuttgart anschauen wollten und da passte es wunderbar ins Bild, dass direkt im Anschluss Dead Snow gezeigt wurde. Manch einer wird sich noch an den abstrusen Trailer erinnern, den wir vor einiger Zeit unter dem Titel Nazi Zombies from outer Space – in Anlehnung an Ed Wood’s Plan 9 from outer Space – rausgehauen haben. Dieses irrsinnige Szenario aus Schnee, Bergen, einer handvoll junger Menschen und einer ganzen Horde fahler Untoter in SS Uniformen hat uns so nachhaltig “beeindruckt”, dass wir um die ausführliche Begutachtung dieses Machwerks nicht herum kommen konnten. Das Szenario bzw. die Geschichte ist dabei ebenso simpel wie stumpfsinnig, versprach allerdings einen wirklich unterhaltsamen Kinoabend:

Eine Reihe frivoler und infantiler, norwegischer Medizinstudenten verschlägt es für ein Wochenende in eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Soetwas wie Handy-Empfang ist – absolut obligatorisch für einen solchen Film – natürlich nicht vorhanden und so kann das Unheil getrost seinen Lauf nehmen. Was die Jungs und Mädels nämlich nicht wissen ist die Tatsache, dass hier zur Zeit des zweiten Weltkriegs annähernd 300 Nazi-Schergen unter der Leitung eines gewissen Oberst Herzog den Tod fanden. Nebenbei existiert da auch noch ein kleiner aber feiner Goldschatz, der damals mit ein Auslöser für die dramatischen Ereignisse war und über den unsere ahnungslosen Studenten natürlich stolpern müssen. Es kommt wie es kommen muss: Der Schatz führt zur Erweckung der Untoten und damit zum ebenfalls obligatorischen Zehn kleine Negerlein-Prinzip (Bitte entschuldigt, die in diesem Zusammenhang politisch nicht korrekte Wortwahl!), mit dem nun ein munteres Stelldichein aus Spannung, Splatter-Elementen und Situationskomik einhergeht.

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Boris Karloff Tales of Mystery – Vintage Comic Covers

Beitrag von phil 11 - Februar - 2009

file0077Boris Karloff dürfte den meisten Movie- und vor allem Horror-Fans auch heutzutage noch ein Begriff sein. Der britische Theater- und Filmschauspieler erlangte vor allem durch seine Rolle als Frankenstein, aber auch durch Filme wie beispielsweise Die Mumie (1932), Der Henker von London (1939) oder diverse andere Horror-Filme weltweite Berühmtheit. Was uns in diesem Zusammenhang bislang entgangen ist, ist die Tatsache, dass es damals auch eine Reihe von sehr strangen Mystery- und Horror-Geschichten im Graphic-Novell Format gegeben hat, für die Karloff’s Name herhalten musste/durfte. Über die Qualität der Hefte können wir an dieser Stelle keine Angaben machen, aber rückblickend betrachtet sind die Cover-Artworks wirklich sehenswert. Mehr davon gibt’s bei it’s deadlicious.

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Star Wars Horror-Buch

Beitrag von phil 27 - Januar - 2009

Star Wars DeathtroopersWir sind wirklich zwiegespalten angesichts der folgenden Meldung von StarWars.com. Anscheinend wird es noch in diesem Jahr ein Buch geben, welches dem Star Wars Franchise-Universum eine neue Facette hinzufügen will: Den Horror. An und für sich gar keine so schlechte Idee und vielleicht lässt sich aus der Mischung zwischen dem Star Wars Setting und dem Horror Genre wirklich etwas machen. Das Cover ist zwar Klischee beladen, aber relativ gut gelungen. Ein bißchen erinnert es an Saw. Negativ aufhorchen lässt einen lediglich der peinliche Titel Deathtroopers und die Tatsache, dass im Star Wars Universum schon einige Sachen relativ leichtfertig verbraten wurden.

Filmkritik: So finster die Nacht

Beitrag von phil 31 - Dezember - 2008

So finster die NachtDie Zeit von Mitte bis Ende Dezember eines jeden Jahres wird – neben obligatorischen Festen, wie Weihnachten und Silvester – von einem akuten Veröffentlichungsstop heimgesucht. Relevante Filme, Alben und Bücher erscheinen entweder während der Vorweihnachtszeit bis einschließlich Mitte Dezember oder werden erst im darauffolgenden Jahr unters Volk gebracht. In der Zwischenzeit liegt die komplette westliche Zivilisation in komatösem Zustand zu Hause vorm Fernseher und wird von unzähligen abendfüllenden (Fernseh-)Filmen mit mindestens ebenso vielen (gefühlten) Werbeunterbrechungen berieselt. Wirtschaft, Politik, Sport… ganz Deutschland befindet sich im kollektiven geistigen und körperlichen Urlaub… Von der DHL mal ganz zu schweigen. Um so schöner, wenn auch kurz vor Weihnachten noch der eine oder andere potentiell sehenswerte und vielleicht sogar außergewöhnliche Film in den hiesigen Kinos anläuft. So geschehen mit dem als Horror-Film deklarierten schwedischen Machwerk So finster die Nacht.

Der in sich gekehrte 12-jährige Oskar (Kare Hedebrant) wird in der Schule von seinen Mitschülern aufs Gröbste drangsaliert und hat niemanden, dem er sich mitteilen könnte. In Gedanken malt sich der sensible Junge Rachepläne aus, findet aber nie den Mut, diese auch umzusetzen. Als er die mysteriöse Eli (Lina Leandersson) kennen lernt, die er stets nur nach Sonnenuntergang und trotz Kälte ohne jegliche Winterbekleidung antrifft, scheint er endlich eine ihm verwandte Seele gefunden zu haben. Doch das bleiche Mädchen mit den traurigen Augen, das mit ihrem angeblichen Vater in der Nachbarwohnung lebt, ist ein Vampir und wird von ihrem Hunger nach menschlichem Blut getrieben.

Quelle: Filmstarts

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