Filmkritik: Bei Anruf Mord

Beitrag von phil 11 - November - 2009

bei_anruf_mordWir schreiben das Jahr 1953. Alfred Hitchcock ist in der Öffentlichkeit noch lange nicht der Ausnahmeregisseur, zu dem er Jahrzehnte später gemacht werden wird. Seine großen Werke Vertigo, Das Fenster zum Hof, Die Vögel, Psycho oder auch Der unsichtbare Dritte sollen erst kurz darauf oder Jahre später folgen. Nachdem die ersten Drehbuchversuche zu einem Projekt mit dem Namen Bramble Bush für Hitchcock alles andere als zufriedenstellen verlaufen, nimmt er aus reinem Opportunismus eine Auftragsarbeit entgegen, um – laut eigener Aussage – “auf Nummer sicher zu gehen”. Das Stück nannte sich Dial M For Murder und war zum damaligen Zeitpunkt ein sehr erfolgreiches Stück am berühmten Broadway.

Ein semi-erfolgreicher Tennisspieler ohne große Zukunftsperspektiven hat im Laufe der Jahre eine vermögende Frau geheiratet und so seine Schäfchen vermeintlich ins Trockene gebracht. Durch Zufall und eine gehörige Portion Misstrauen erfährt er jedoch von einer Romanze zwischen seiner Frau und einem erfolgreichen Krimi-Autor. Damit beginnt ein perfider Plan: Er beschließt seine Frau umzubringen bzw. umbringen zu lassen. Ein ehemaliger Schulkamerad mit zwielichtigem Hintergrund wird erpresst und dazu gezwungen die Tat für ihn auszuführen. Minutiös wird der Mord geplant. Doch es kommt wie es kommen muss. Der ausgeklügelte Plan misslingt und die junge Frau tötet im Eifer des Gefechts den Eindringling. Der Ehemann antizipiert voller Enttäuschung die neue Situation und versucht, die Tötung aus Notwehr seiner Frau geschickt als kaltblütigen Mord anzuhängen…

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Filmkritik: Star Trek XI

Beitrag von phil 17 - Mai - 2009

stposterKaum ein Film wurde in der letzten Zeit sehnsüchtiger erwartet als die Star Trek Verfilmung von Lost Erfinder und Mission Impossible III Regisseur J.J. Abrams. Die Trailer deuteten bereits an, dass mit der elften Star Trek Verfilmung ein richtiger Reboot der Science-Fiction-Reihe vor der Tür stehen sollte. Wer wäre für ein solches Projekt besser geeignet als J.J. Abrams, der es mit Cloverfield immerhin geschafft hat, dem Monster-Movie wider Erwarten neues Leben einzuhauchen.

Star Trek XI konzentriert sich bei seiner stilistischen Neudefinition des Star Trek Universums völlig auf die jungen Jahre der ersten Star Trek Crew um James T. Kirk und Mr. Spock. Im Vordergrund steht daher vor allem deren Entwicklung von jungen Weltraumkadetten zu den führenden Crewmitgliedern des wohl berühmtesten Raumschiffs der Sternenflotte – der Enterprise. Kaum dort ankommen fangen die Probleme aber erst an, denn widerwillig zeitreisende Romulaner kreuzen auf und wollen sich mit ihrer sehr viel weiterentwickelten Technologie für die zu dem Zeitpunkt natürlich noch in ferner Zukunft liegende Zerstörung ihres Heimatplaneten Romulus rächen. Als Schuldigen haben sie aus gegebenem Anlass die Vulkanier im Allgemeinen und Mr. Spock im Speziellen ausgemacht. So soll dann auch Vulkan mit Hilfe von roter Materie vernichtet werden. Es kommt wie es kommen muss und beide Parteien liegen sich natürlich mächtig in den Haaren. Zudem müssen Kirk & Co auch noch ihre privaten Fehden untereinander austragen, was zwangsläufig nicht gerade zur Lösungsfindung beiträgt…

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Filmkritik: So finster die Nacht

Beitrag von phil 31 - Dezember - 2008

So finster die NachtDie Zeit von Mitte bis Ende Dezember eines jeden Jahres wird – neben obligatorischen Festen, wie Weihnachten und Silvester – von einem akuten Veröffentlichungsstop heimgesucht. Relevante Filme, Alben und Bücher erscheinen entweder während der Vorweihnachtszeit bis einschließlich Mitte Dezember oder werden erst im darauffolgenden Jahr unters Volk gebracht. In der Zwischenzeit liegt die komplette westliche Zivilisation in komatösem Zustand zu Hause vorm Fernseher und wird von unzähligen abendfüllenden (Fernseh-)Filmen mit mindestens ebenso vielen (gefühlten) Werbeunterbrechungen berieselt. Wirtschaft, Politik, Sport… ganz Deutschland befindet sich im kollektiven geistigen und körperlichen Urlaub… Von der DHL mal ganz zu schweigen. Um so schöner, wenn auch kurz vor Weihnachten noch der eine oder andere potentiell sehenswerte und vielleicht sogar außergewöhnliche Film in den hiesigen Kinos anläuft. So geschehen mit dem als Horror-Film deklarierten schwedischen Machwerk So finster die Nacht.

Der in sich gekehrte 12-jährige Oskar (Kare Hedebrant) wird in der Schule von seinen Mitschülern aufs Gröbste drangsaliert und hat niemanden, dem er sich mitteilen könnte. In Gedanken malt sich der sensible Junge Rachepläne aus, findet aber nie den Mut, diese auch umzusetzen. Als er die mysteriöse Eli (Lina Leandersson) kennen lernt, die er stets nur nach Sonnenuntergang und trotz Kälte ohne jegliche Winterbekleidung antrifft, scheint er endlich eine ihm verwandte Seele gefunden zu haben. Doch das bleiche Mädchen mit den traurigen Augen, das mit ihrem angeblichen Vater in der Nachbarwohnung lebt, ist ein Vampir und wird von ihrem Hunger nach menschlichem Blut getrieben.

Quelle: Filmstarts

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Filmkritik: Ein Quantum Trost – James Bond 007

Beitrag von phil 8 - November - 2008

Im Jahr 2006 erschien das erste Bond-Abenteuer mit Daniel Craig in der Hauptrolle und legte gleich einen fulminanten Reboot der Reihe hin, der einer Auferstehung nahezu gleich kam. Lediglich einige Puristen trauerten der Karikatur der Bond-Figur nach, die Pierce Brosnan vor allem in seinen beiden letzten Bond-Filmen darstellte. Ein Quantum Trost sollte an den Erfolg von Casino Royal anknüpfen und erneut für volle Lichtspielhäuser sorgen. Für diesen Job engagierte man den Regisseur Marc Forster, der mit seinen bisherigen Filmen Stay, Drachenläufer, Stranger than Fiction oder Wenn Träume fliegen lernen beachtliche Erfolge feiern und in den allermeisten Fällen auch die Kritiker überzeugen konnte. Da eine finanzielle Bruchlandung angesichts des Erfolgs von Casino Royal im Vorfeld bereits ausgeschlossen werden konnte, stellt sich eigentlich nur die Frage, ob Forster den Spagat zwischen dem Geschmack des Massenpublikum und einer konsequenten Weiterentwicklung der “neuen” Bond-Reihe schafft. Die Handlung von Ein Quantum Trost knüpft dabei erstmals direkt an die Geschehnisse eines Vorgängers an:

Filmkritik: Eden Log

Beitrag von phil 3 - November - 2008

Eden LogWie bereits vor Kurzem angekündigt, haben wir uns nun endlich den französischen Science-Fiction Film Eden Log aus dem Jahr 2007 zu Gemüte geführt. Zugegeben, in letzter Zeit werden von uns erstaunlich viele Werke französischen Ursprungs oder zumindest französischer Regisseure behandelt, was unmittelbar mit einer steigenden Experimentierfreudigkeit und wachsendem internationalem Erfolg unserer direkten Nachbarn zusammenhängt. Dem Trailer zu Folge geht Eden Log in Sachen Experimente allerdings noch einen oder vielleicht sogar mehrere Schritte weiter und spaltet damit die Gemeinde der Filmliebhaber in zwei Hälfte. Die einen können mit dem düsteren und experimentellen Film von Franck Vestiel wenig anfangen, während andere regelrecht in Superlativen schwelgen.

Nackt und mit Schlamm beschmiert erwacht ein Mann (Clovis Cornillac) in einem kalten und dunklen, Höhlen-Labyrinth tief unter der Erde. Er hat scheinbar keine Erinnerung daran wer er ist, wo er ist und vor allem, wie er an diesen Ort gelangt ist. Ohne jeden weiteren Hinweis macht er sich daran, einen Weg aus dem unterirdischen System zu finden. Hologramme weisen ihm Anfangs noch den Weg, werfen allerdings mehr Fragen auf, als das sie antworten zu bieten hätten. Ebenso verhält es sich mit einem weiteren Fremden, der zwischen Wurzelwerk und Erdreich verwachsen aus der Wand ragt und der scheinbar große Qualen erleidet. Auf seiner Suche nach einem Ausgang aus dem Labyrinth, stößt der Hauptprotagonist immer wieder auf weitere kryptische Hinweise, fragmentarische Video-Aufzeichnungen, zerstörte Laboratorien und grauenhafte Kreaturen…

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Filmkritik: The Happening

Beitrag von phil 2 - November - 2008

The HappeningNach der DVD-Veröffentlichung von The Happening wird es Zeit, dass wir uns das neueste Machwerk von The Sixth Sense-Regisseur M. Night Shyamalan ebenfalls zu Gemüte führen. Und was haben wir im Vorfeld des Kino-Starts nicht alles für Verrisse lesen müssen. Irgendwie scheint es mittlerweile zum guten Ton zu gehören, alle neuen Filme von Shyamalan von vorneherein schlecht zu finden. Jede Einleitung einer solchen Kritik beginnt in der Regel mit dem Verweis auf The Sixth Sense, Shyamalans Erstlingswerk und für viele einer der besten Filme aller Zeiten. Mit jedem neuen Film wird sofort ein Vergleich mit dem schon beinahe golrifizierten The Sixth Sense erzwungen. Aus unserer Sicht nicht nur ein Fehler, sondern auch sehr einfallslos bzw. unpassend. Wir möchten uns im Vorfeld unserer Kritik davon distanzieren. Nicht nur, weil wir viele der nachfolgenden Werke, wie beispielsweise Signs oder The Village wirklich sehr gut fanden, sondern auch weil ein Vergleich mit Shyamalans Debüt nur selten wirklich angebracht ist. Kommen wir also endlich zu The Happening und seiner Geschichte:

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Filmkritik: The Mutant Chronicles

Beitrag von phil 28 - Oktober - 2008

The Mutant ChroniclesIm August diesen Jahres hatten wir zum ersten Mal von der Verfilmung des Endzeit-Rollenspiels The Mutant Chronicles berichtet und einen entsprechenden Trailer gepostet, der wirklich Lust auf mehr gemacht hat. Das proklamierte Star Aufgebot, allen voran Ron Perlman, John Malkovich, Benno Führmann, Devon Aoki (bekannt aus Sin City) und Thomas Jane, tat hierzu sein übriges. Wie allerdings bereits zu vermuten war, hat es der Film hierzulande nicht in die großen Lichtspielhäuser geschafft und wurde direkt auf DVD veröffentlicht. Zeit für uns, einen Blick auf zu riskieren, denn Filme dieser Gattung sind in den letzten Jahren äußerst rar geworden.

Im Jahre 2707 befindet sich die ganze Welt im Krieg. 4 Großkonzerne wollen die Vormachtstellung und somit Zugriff auf die natürlichen Ressourcen der Erde haben. Doch in diesem erbitterten niemals endenden Krieg kommt ein längst verschollener Gegner zurück: “The Machine” eine aus dem All kommende Tod bringende Maschine die Menschen in blutrünstige Mutanten verwandelt. Das Schlachtfeld ist schnell übersäht mit Leichen von Soldaten aller Nationen. Die Bruderschaft um Samuel (Ron Perlman) die den verschollenen Ort der Maschine jahrtausende geheim halten konnte stellt eine Truppe von Söldner zusammen, die verrückt genug ist zum Herz der Maschine vorzudringen, um diese zu zerstören. Angeführt von Major Mitch Hunter (Thomas Jane) ziehen sie los auf eine Mission ohne Wiederkehr…

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Filmkritik: Mirrors

Beitrag von phil 27 - Oktober - 2008

MirrorsMirrors ist auf den ersten Blick eines jener unsäglichen Remakes asiatischer Horrorfilme, die seit drei oder vier Jahren aus Hollywood über uns hereinbrechen. Allerdings nur im ersten Moment. Wo Filme, wie The Grudge und Dark Water völlig baden gehen und bei The Ring lediglich der erste Teil überzeugen kann, schickt sich der Franzose Alexandre Aja an, diese schier unumstößliche Regel des Versagens zu brechen. Betrachtet man die bisherige Vita des Regisseurs, so bestehen auch berechtigte Hoffnungen, dass Mirrors mehr als eine Bauchlandung werden kann, denn mit High Tension und The Hills Have Eyes konnte er schon beachtliche Erfolge abseits des Mainstreams erzielen. Zur Geschichte…

Ben Carson (Kiefer Sutherland) steckt in einer schweren Krise. Nach dem Tod seines Partners sucht der Ex-Cop Zuflucht in Alkohol und Medikamenten – was ihn schließlich auch noch seine Frau (Paula Patton) und seine Kinder (Cameron Boyce und Erica Gluck) kostet. Schwer gebeutelt entsagt Ben dem Alkohol und nimmt einen Job als Nachtwächter im baufälligen Mayflower Building, einem ehemaligen Luxuskaufhaus, an. Doch schon in seiner ersten Nacht scheinen seine Sinne ihm einen Streich zu spielen. Ben hört Geräusche und die gewaltigen Zierspiegel in dem maroden, rußverschmierten Bauwerk offenbaren ihm unheimliche Visionen. Die Neugier des Ex-Cops ist geweckt…

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Filmkritik: Dante 01

Beitrag von phil 28 - September - 2008

Dem einen oder anderen Leser mögen vielleicht die Filme Delicatessen oder Die Stadt der verlorenen Kinder ein Begriff sein. Diese Filme haben einiges gemeinsam, denn sie sind nicht nur verstörend und werden von einer düsteren Optik, sowie skuriller wie auch absonderlicher Charaktere getragen, sondern sind beides Werke des französischen Regisseurs Marc Caro. Im Jahre 2008, nach über 10 Jahren der Abstinenz, kehrt Caro wieder als Regisseur und Autor auf die Leinwand (oder besser gesagt dahinter) zurück. Dante 01 lautet der Titel seines neuesten Werkes, welches vordergründig als Science-Fiction-Thriller bezeichnet werden kann und vor Kurzem hierzulande auf DVD erschienen ist.

Dante 01

In der Umlaufbahn eines unwirtlichen Vulkanplaneten kreist die Raumstation Dante 01 – ein Gefängnis für die gefährlichsten Verbrecher der umliegenden Welten. Sie dienen als Versuchskaninchen für obskure psychiatrische Experimente. Als der Gefangene Saint Georges, der als einziger die Begegnung mit einer unbekannten außerirdischen Zivilisation überlebt hat, in den Hochsicherheitstrakt eingeliefert wird, geraten die Zustände mehr und mehr außer Kontrolle. Der Neuankömmling scheint über ganz spezielle Talente zu verfügen und löst eine Revolte aus.

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Filmkritik – Der Sohn von Rambow

Beitrag von phil 28 - August - 2008

Vor einigen Tagen hatten wir an dieser Stelle einen Trailer zum Film “Son of Rambow” gezeigt und ihn als Geheimtipp deklariert. Die Untoten konnten sich in dieser Woche bereits ein genaueres Bild von dem Film machen, weswegen es mal wieder Zeit für eine kleine Filmkritik wird. Was ist also dran an diesem “Geheimtipp”? Sind die guten Kritiken, die man allerorts zu hören bekommt berechtigt und hält der Film, was der lustige Trailer verspricht?

sonoframbowposter1.jpgUm es kurz zu machen: “Son of Rambow” beginnt als großer Spass und endet als mittelschweres Ärgernis. Da fragt man sich, ob die lieben Kritiker den Film überhaupt zu Ende geschaut haben oder ob das Fazit ihrer Reviews bereits nach 15 Minuten des Films feststand.

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